Ein Rückblick

TSV Willershausen feiert 50-jähriges Bestehen seines Sportheims

Stein auf Stein: Maurerlehrling Rainer Sander (Mitte) bei der Arbeit im Frühjahr 1964. Fotos: privat/Repros: Schwekendiek

Willershausen. Fein herausgeputzt mit Schlips und Kragen trafen sich die Mitglieder des TSV Willershausen vor genau 50 Jahren. Der Grund: Am 4. Oktober 1964 wurde ihr neues Sportheim offiziell eingeweiht.

Mit einer Diaschau und Erinnerungen an die alten Zeiten beginnt am Freitag, 3. Oktober, um 19 Uhr das Festwochenende zum 50-jährigen Bestehen.

Sieben Monate harte Arbeit waren der Einweihung vor 50 Jahren vorausgegangen. Viele Mitglieder hatten kräftig mit angepackt. Damals war der TSV Willershausen der erste Verein im Alten Amt, der über ein eigenes Sportheim verfügte.

20 000 Mark kostete der Bau, über den die Mitglieder erstmals im November 1963 berieten. Umkleidekabinen für die Sportler waren geplant. Die Hälfte der Kosten sollte durch Eigenleistung erbracht werden.

Mehr als ein Drittel der damals 100 Mitglieder erklärte sich laut TSV-Chronik bereit, bei den Bauarbeiten zu helfen. „Viele von ihnen waren in Lohn und Brot bei heimischen Betrieben, so dass auch nach Feierabend kräftig mit angepackt wurde“, berichtet TSV-Medienwart Michael Spormann. Oft wurde bis in die Nacht gearbeitet.

Das Programm des Festwochenendes 

• Samstag, 20.30 Uhr: Konzert der Rockband „Einstellungssache“ am Sportplatz

• Sonntag, 11 Uhr: Frühstück mit Musik der Berghornisten aus Wildemann

Erich König, Karl Uhde und Karl Schucht übernahmen die Bauaufsicht. Schlosser Ernst Schrader legte den Wasseranschluss, Walter Wedemeyer und Rolf Röttger kümmerten sich um die Stromversorgung. Auch die Dachdecker- und Tischlerarbeiten erledigten fachkundige Freiwillige. Die Mühe zahlte sich aus: Die Gäste der Einweihungsfeier zeigten sich beeindruckt.

Im Oktober 1971 fiel dann der Entschluss, das Sportheim um Sanitäranlagen und Toiletten zu erweitern. Schließlich sollten dort, wo eine Gastwirtschaft ist, auch Bedürfnisse befriedigt werden können. Die Pläne aus Jahr 1973, das Sportheim sogar um eine Turnhalle zu erweitern, scheiterten allerdings ein Jahr später, als die neue Einheitsgemeinde Kalefeld ihr Konzept zum Bau einer zentralen Mehrzweckhalle in Willershausen vorstellte. Stattdessen erhielt das Sportheim 1975 den ersten Tribünenblock.

Immer wieder wurden kleinere und größere Renovierungs- und Bauarbeiten am Sportheim vorgenommen. Eine Garage kam hinzu, die Terrasse wurde erweitert, neue Leitungen wurden verlegt. Ein ums andere Mal wechselten die Wirte.

Weitere Modernisierungspläne konnte der Verein bisher jedoch nicht umsetzen - der Aufwand für freiwillige Helfer wäre zu groß. „Die Zeiten haben sich geändert“, bekennt Michael Spormann. Dennoch ist das Sportheim bis heute Dreh- und Angelpunkt des Vereinslebens in Willershausen geblieben.

Von Julia Schwekendiek

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