Vorjahreswert war allerdings deutlich höher

Winter bringt mehr Arbeitslose im Kreis Northeim

Foto: dpa

Northeim. Mit dem erwarteten saisonalen Anstieg der Arbeitslosenzahlen startete der Arbeitsmarkt im Landkreis Northeim ins neue Jahr. Allerdings fiel der Anstieg niedriger aus als in den vergangenen Jahren. Gegenüber Dezember waren 474 Menschen mehr bei den Arbeitsagenturgeschäftsstellen in Northeim, Einbeck und Uslar sowie den Jobcentern arbeitslos gemeldet.

Die Zahl der Arbeitslosen stieg damit kreisweit zwar auf insgesamt 4455, was einem Plus von fast zwölf Prozent gegenüber dem Vormonat entspricht. Verglichen mit dem Januar des vorigen Jahres waren jedoch im Landkreis Northeim 272 Menschen beziehungsweise 5,8 Prozent weniger arbeitslos.

Die Arbeitslosenquote für den Kreis Northeim beträgt aktuell 6,4 Prozent. Damit liegt sie 0,7 Prozentpunkte über der Quote vom Dezember, aber 0,3 Prozentpunkte unter dem Januar-Wert des vorigen Jahres.

Unabhängig von saisonalen Effekten, wie dem Wintereinbruch zeige sich der regionale Arbeitsmarkt weiter stabil, sagte Klaus-Dieter Gläser, Chef der Agentur für Arbeit Göttingen bei der Vorstellung der Dezember-Zahlen.

Der Personalbedarf der Firmen sei nach wie vor hoch, was sich auch an der gestiegenen Anzahl der offenen Stellen zeigt. Aktuell sind im Kreis Northeim 1063 Stellen unbesetzt, ein Plus von 86 gegenüber dem Vorjahr.

Besonders hoch sei derzeit der Bedarf an Mitarbeitern aus den Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen sowie den Gesundheitsberufen. Aber auch in der Logistikbranche, im Reinigungsbereich und in den Verkaufsberufen werde Personal stark nachgefragt.

Saisonal bedingt gestiegen ist im vorigen Monat im Landkreis Northeim auch die Zahl der Unterbeschäftigten. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie sich in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie Weiterbildungs-, Sprach- oder Aktivierungskursen befinden. Aktuell sind 5833 Menschen als unterbeschäftigt registriert, 337 mehr als im Dezember, allerdings 40 weniger als vor einem Jahr.

In den Bereich der Unterbeschäftigten fallen auch Flüchtlinge, die sich in Sprach- oder Orientierungskursen befinden. Von den aktuell 670 geflüchteten Menschen, die sich im Kreis Northeim auf dem Arbeitsmarkt orientieren, nehmen derzeit 370 an Qualifizierungsmaßnahmen teil, insbesondere an Sprachkursen. (goe)

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