Wintershall fördert mehr und verdient weniger

Kassel. Der Kasseler Öl- und Gasförderer Wintershall hat im vergangenen Jahr seine Produktion hochgefahren, konnte damit aber den Preisverfall auf den Rohstoffmärkten und den teilweisen Wegfall des Gashandelsgeschäfts nicht komplett auffangen.

Die Förderung stieg um 13 Prozent auf 153 Millionen Barrel Öläquivalent. Ein Barrel sind 159 Liter. Der Umsatz der BASF-Tochter sank jedoch um 14 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro. Unterm Strich blieb ein Überschuss von 1,05 Milliarden Euro, das sind 28 Prozent weniger als 2014. Im vierten Quartal war der Beitrag des Gashandels- und Speichergeschäfts weggefallen, das komplett an den russischen Gazprom-Konzern abgegeben wurde.

Zudem schrieb das Unternehmen rund 600 Millionen Euro auf Explorations- und Produktionsprojekte ab, die wegen des Öl- und Gaspreisverfalls an Wert verloren hatten. Im laufenden Jahr erwartet Vorstandschef Mario Mehren weitere Umsatzeinbußen. Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde nicht an den Vorjahreswert herankommen. 

2015 hatte das Ebit, Sondereinflüsse herausgerechnet, um 24 Prozent auf 1,36 Milliarden Euro nachgegeben. Wintershall schwenkt deshalb auf Sparkurs ein: Im laufenden Jahr sollen die Kosten um bis zu 200 Millionen Euro sinken, kündigte Mehren an. 

Allein in der Kasseler Unternehmenszentrale sollen nach früheren Angaben fünf Millionen Euro weniger ausgegeben werden. In den kommenden fünf Jahren plant Wintershall jedoch Investitionen von 4,8 Milliarden Euro. In diesem Jahr soll eine Milliarde Euro investiert werden. Wintershall beschäftigt weltweit mehr als 2400 Mitarbeiter.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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