Zukunft der Immobilie könnte zum Thema im Kommunalwahlkampf werden

Jugendfreizeitheim Silberborn: BUND sieht sich durch gescheiterten Verkauf bestätigt

Das Jugendfreizeitheim Silberborn.
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Das Jugendfreizeitheim Silberborn sollte verkauft werden. Doch jetzt sind die Verhandlungen eingestellt worden. Als Grund wird die Coronakrise angeführt.

Bei der Kommunalwahl wird das ehemalige Jugendfreizeitheim Silberborn sicherlich ein Thema sein, und die Befürworter der Schließung, die möglicherweise wieder für ein politisches Amt kandidieren, werden viele kritische Fragen beantworten müssen.

Northeim/Silberborn – Zu dieser Einschätzung kommt Jürgen Beisiegel von der BUND-Kreisgruppe Northeim, nachdem der Allgemeine Rettungsverband (ARV) aus Göttingen sein Kaufangebot für die Einrichtung coronabedingt zurückgezogen hat (wir berichteten).

„Wie ein Bumerang schlägt die seinerzeit beschlossene Schließung und die Verkaufsabsicht zurück“, beschreibt Beisiegel die Situation aus seiner Sicht und verweist darauf, dass Landrätin Astrid Klinket-Kittel in der Kreistagssitzung am 30. Oktober den Abbruch der Verkaufsverhandlungen angekündigt hat. „Hatten die Landrätin und die SPD gehofft, mit dem Ein-Euro-Deal die Immobilie endlich loszusein und die Diskussion aus dem kommenden Wahlkampf heraushalten zu können, so kommt jetzt doch alles anders.“

Beisiegel vermutet, dass „die kritischen Stimmen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen im Vorfeld des Verkaufsbeschlusses“ die Kreisverwaltung doch noch zu Recherchen über den ARV veranlasst haben. Die Ergebnisse der Nachforschungen sowie die vom ARV nicht beigebrachten erforderlichen Unterlagen seien wohl so brisant gewesen, dass der Landkreis den Rückzug angetreten habe und das Coronavirus dem ARV nun als willkommene Ausrede diene.

Jürgen Beisiegel

Beisiegel erinnert daran, dass die von Willi Elter und dem BUND geäußerte Kritik am ARV als „unverschämt und unrichtig“ bezeichnet worden sei. Nun obliege es der Landrätin, der Öffentlichkeit Ursachen und Gründe des Rückzuges zu erläutern und die weiteren Planungen zum Jugendfreizeitheim endlich in einem offenen Diskurs einzubringen. „Die jetzt schon fast für zwei Jahre zur Aufrechterhaltung und Pflege des leerstehenden Gebäudes notwendigen Kosten hätten auch für einen geordneten Weiterbetrieb und eine sozial-, sport- und umweltpädagogische Lösung für dieses Kleinod dienen können“, ist Beisiegel überzeugt. nik

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