Polizei rät: Nicht bei Kleidung sparen

Zahl der Motorradunfälle im Kreis Northeim leicht gestiegen

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Gehören ab sofort wieder vermehrt zum Straßenbild: Motorradfahrer, wie hier auf der Straße zur Mülldeponie in Blankenhagen, sind seit April wieder öfter unterwegs. Grund sind viele Saisonkennzeichen, die ab April gelten.

Northeim. Traditionell mit dem 1. April beginnt für viele Motorradfahrer in der Region die Saison.

Das liegt nicht nur an den Saisonkennzeichen, die überwiegend von April bis Oktober gelten, sondern auch an den aktuell steigenden Temperaturen.

Zwei Motorradunfälle hat die Polizei bereits aufgenommen, wie Peter Schliep, Sachbearbeiter Verkehr bei der Polizeiinspektion Northeim/Osterode, der HNA berichtet. Einen Unfall gab es bei Amelith, einen weiteren bei Hardegsen. Bei Letzterem wurde ein Ehepaar auf dem Motorrad schlicht übersehen. Und dort liegt laut Schliep das Problem. „Autofahrer rechnen noch nicht mit Motorradfahrern“, so Schliep. Deshalb sollten sie ab sofort wieder einmal mehr an Einmündungen schauen, ob sich kein Zweiradfahrer nähere, dessen Silhouette schnell hinter A- und B-Säule verschwinde. Gleiche Vorsicht gelte auch für Motorradfahrer. Die Straßen seien längst noch nicht so warm und griffig wie im Sommer, weshalb die Polizei zu einem behutsamen Start in die Saison rät.

Die Zahl der Motorradunfälle ist im vergangenen Jahr von 55 (2016) auf 63 Unfälle mit Maschinen über 125 Kubikzentimetern Hubraum angestiegen. Die Zahl der Schwerverletzten ist hingegen von 18 auf 14 Personen gesunken. Im Kreis Northeim gebe es allerdings keine besonders unfallträchtigen Strecken, wie im Harz.

Kontrollen in der Region

Die Polizei Northeim hat im Verbund mit der Polizei Göttingen, Hildesheim und der Autobahnpolizei Zugriff auf bis zu acht Polizeimotorräder, mit denen auch präventiv Streife gefahren wird. Außerdem gibt es die spezialisierte Kontrollgruppe Motorrad, die Fahrzeuge unter anderem auf ihre Auspuffanlage und auch zu kleine Spiegel kontrolliert. Wer an seiner Maschine hingegen nichts verändert hat, der „hat auch nichts zu befürchten“, betont Schliep.

Richtige Kleidung entscheidend

Unter Motorradfahrern ist die Wahl von Leder- oder Textilkleidung fast schon eine Glaubensfrage. Nach Einschätzung von Peter Schliep von der Polizei Northeim biete Lederkleidung in Sachen Widerstandskraft einen höheren Schutz, wobei die Textilbekleidung deutlich aufhole. Wichtig sei es, hochwertige Kleidung zu kaufen und nicht an der Sicherheit zu sparen. Protektoren müssten sicher sitzen und die Kleidung sollte eine Signalwirkung haben. Diese werde auch durch einen gelben Helm oder spezielle Warnwesten, die mit Reißverschluss sicher sitzen, erreicht. Ebenfalls wichtig: ein sauberes und kratzfreies Visier für den richtigen Durchblick.

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