Neue Details bekannt

Getötete Frau in Maisfeld gefunden: Zeugenhinweis führt zu Festnahme

Das Schild des Maßregelvollzugszentrums in Moringen (Kreis Northeim)
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Der dringend Tatverdächtige sitzt weiter im besonders gesicherten Bereich des MRVZN.

Zur Tötung in Northeim sind neue Details bekannt. Unter anderem sorgt ein Zeugenhinweis für die Festnahme des mutmaßlichen Täters.

Northeim - Gut drei Wochen ist es her, dass Spaziergänger in einem Maisfeld in Northeim die Leiche einer 64-jährigen Frau entdeckt hatten. Die Spurenlage hatte ergeben, dass die Frau einem Tötungsdelikt zum Opfer gefallen ist. Einen Tag später wurde ein 57-jähriger Patient des Moringer Maßregelvollzugszentrums (MRVZN) als dringend tatverdächtig festgenommen.

Obwohl die Ermittlungen zu der Tat im Hintergrund weiter auf Hochtouren laufen, waren kaum noch Informationen an die Öffentlichkeit gelangt. Darum haben wir Oberstaatsanwalt Andreas Buick (Göttingen) gefragt, wie der Stand der Dinge ist.

Northeim: 57-Jähriger gilt weiterhin als dringend tatverdächtig

Entgegen anderslautender Gerüchte gelte der 57-jährige MRVZN-Patient auch weiterhin als dringend tatverdächtig, betont Buick. Der Mann sitze weiterhin in einer gesicherten Station des MRVZN ein. „Die Station ist gegen mögliche Entweichungen besonders gesichert. Es gibt keinen Freigang“, so Buick.

Bestätigt hat die Staatsanwaltschaft, dass die Polizei dem mutmaßlichen Täter durch einen Hinweis aus der Bevölkerung auf die Spur gekommen war: Ein Bekannter hatte den 57-Jährigen am Tag der Tat, dem 25. September, zufällig in der Nähe des Leichenfundorts, der laut Buick übrigens auch der Tatort ist, gesehen, sich zunächst aber nichts dabei gedacht. Als er dann am Sonntag von dem Vorfall erfahren habe, habe er die Polizei informiert.

Der Zeuge kenne die Vergangenheit des 57-jährigen, der 1987 vom Landgericht Göttingen wegen eines versuchten Tötungsdelikts zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden war und seit Verbüßen der Haftstrafe im Maßregelvollzug untergebracht ist. Die Polizei hatte den 57-Jährigen am 26. September im MRVZN Moringen festgenommen.

Mord in Northeim: Mahnwache am kommenden Samstag geplant

In der Öffentlichkeit war nach Bekanntwerden der Tat die Frage laut geworden, warum der 57-Jährige überhaupt Freigang hatte, zumal er auch im MRVZN Moringen und vorher in einer Einrichtung in Göttingen Mitpatientinnen angegriffen haben soll. Dazu betonte Buick, dass ihm von solchen Angriffen nichts bekannt sei, er solche aber auch nicht ausschließen könne.

Freunde und Bekannte des 64-jährigen Opfers haben für kommenden Samstag (23.10.2021) zu einer Mahnwache in der Northeimer Innenstadt aufgerufen. Treffen der Teilnehmer ist um 11 Uhr an der Ecke Breite Straße/Markt. Unter anderem mit Plakaten soll dabei auf das Geschehene aufmerksam gemacht und Denkanstöße dafür gesetzt werden, dass sich solche Taten nicht wiederholen, heißt es in einer Veröffentlichung in sozialen Netzwerken. (kat)

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