Zukunft des Schulgebäudes in Düderode weiter unklar

Zu wenig Schüler: Die Grundschule Düderode wird zum Sommer 2017 endgültig geschlossen. Archivfoto: Jelinek

Kalefeld. Die Gemeinde Kalefeld startet in den kommenden Wochen eine Informationsoffensive, um die bevorstehende Schließung der Grundschule Düderode nach dem Schuljahr 2016/17 vorzubereiten. Das kündigte Bürgermeister Jens Meyer nach der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses an.

Der Beschluss zur Schließung der Schule wurde bereits vor drei Jahren gefasst. Grund dafür sind sinkende Schülerzahlen und der hohe Sanierungsaufwand unter anderem beim Brandschutz und bei den Energiesparmaßnahmen, sagte Meyer. „Eine Übernahme des Gebäudes vom Landkreis Northeim könnten wir wegen der Folgekosten selbst für einen symbolischen Preis von einem Euro nicht stemmen“, sagte Meyer. Außerdem sei die Schließung ein Bestandteil des Entschuldungsvertrages der Gemeinde mit dem Land Niedersachsen.

Zum neuen Schuljahr nach den Sommerferien werden aber noch einmal alle ABC-Schützen eingeschult. Nach den Berechnungen der Gemeinde wird die Schülerzahl dann bei 92 in sechs Klassen liegen. Nach dem Schuljahresende folgt im Sommer 2017 der Umzug in die Grundschule Echte. Sie wird im ersten gemeinsamen Schuljahr 2017/18 rund 180 Schüler aufweisen. Im Folgejahr wird diese Zahl auf rund 160 sinken. „Wir werden dann pro Jahrgang zwei Klassen mit jeweils rund 20 Schülern haben“, sagte Meyer.

Um die Eltern und die Öffentlichkeit mitzunehmen, geht das Thema noch einmal in die betroffenen Ortsräte, den Schulausschuss, den Verwaltungsausschuss und in den Gemeinderat. Außerdem wird es eine Informationsveranstaltung für die Erziehungsberechtigten geben. Meyer strebt an, mit dem Thema bis Mitte März „durch“ zu sein.

Angesichts der Probleme mit dem Gebäude und der sinkenden Schülerzahlen gebe es zum Umzug in die einzige verbleibende Grundschule der Gemeinde keine Alternative, sagte Meyer: „Wir können uns die Kinder nicht backen.“

Zur Zukunft des Schulgebäudes nach dem Auszug sagte Meyer, es sei noch nicht bekannt, was damit geschehen werde. „Das Gebäude gehört uns nicht.“

Trotzdem wird die Gemeinde jetzt noch einmal rund 12.000 Euro in die Hand nehmen, um eine zweite Notrufanlage einzubauen. Sie ergänzt die Feuer-Warnanlage und soll Lehrer und Schüler alarmieren, wenn es zu einem Amoklauf kommen sollte. Mit ihr wird zum Verbleib in den Klassenräumen aufgefordert, mit der Feuer-Warnanlage zum Verlassen der Schule. Die Anlage wird transportabel sein und zieht nach der Schulschließung mit nach Echte um.

Von Hans-Peter Niesen

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