Zweitimpfungen gehen erstmal vor

12 000 Menschen auf der Warteliste des Impfzentrums in Northeim

Corona-Impfung: Eine Ärztin in Schutzkleidung, von der man nur die Hände in Handschuhen sieht,  setzt die Spritze in einen Oberarm.
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Symbolbild Impfung

Die Warteliste mit Impfwilligen im Landkreis Northeim wird länger. Für das Impfzentrum stehen nach Mitteilung der Kreisverwaltung rund 12 .000 Personen auf der Warteliste.

Northeim – Unklar ist aber, wie viele davon inzwischen bei ihrem Hausarzt geimpft worden sind. Eine Verknüpfung der Impfdaten aus den Arztpraxen mit denen der Impfzentren finde nicht statt, hieß es Begründung aus dem Kreishaus.

Bis Freitag haben laut Kreisverwaltung 32. 885 Menschen im Impfzentrum ihre erste und 9798 ihre Zweitimpfung erhalten. Die Zahlen aus den Arztpraxen sind eine Woche älter: Bis zum 7. Mai waren 15. 843 Menschen zum ersten Mal und 598 Menschen zum zweiten Mal geimpft worden.

Nach einer Welle von Erstimpfungen stehen nach Angaben der Kreisverwaltung nun viele Zweitimpfungen an. Diese müssten aus dem Kontingent des Impfzentrums erfolgen – ohne eine Aufstockung der Menge an Vakzinen. Die wachsenden Impfstofflieferungen werden laut Kreisverwaltung vor allem an Arztpraxen verteilt.

Frank Beckmann, Leiter des Impfzentrums in Northeim

„Für Erstimpfungen ist uns kein zusätzlicher Impfstoff avisiert“, sagt der Leiter des Impfzentrums, Frank Beckmann, wieso die Warteliste wächst. Nur mRNA-Impfstoff (Biontech und Moderna) für Zweitimpfungen sei angekündigt worden. Bis Freitag, 11. Juni, werde es im Impfzentrum schwerpunktmäßig Zweitimpfungen geben. In dieser Woche werde noch in der Gemeinde Kalefeld dezentral geimpft, dann werde es zunächst keinen dezentralen Impfungen mehr geben.

Der Bund plane wohl von Juni an, auch die Betriebsärzte in das Impfen einzubeziehen, teilte die Kreisverwaltung mit. Künftig solle die Hauptimpfleistung bei Erst- und Zweitimpfungen durch die Arztpraxen und die Betriebsärzte erfolgen.

Dabei nimmt die Leistungsfähigkeit des Impfzentrums weiter zu. Am Montag der Vorwoche seien erstmals über 1000 Personen geimpft worden, so Beckmann. Am Himmelfahrtstag seien Aktive der Freiwilligen Feuerwehren geimpft. worden. Bis Ende der Woche würden alle Aktiven der Wehren ein Impfangebot bekommen, ebenso Lehrer weiterführender Schulen. (Olaf Weiss)

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