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Zoll stellt 1900 Potenzpillen und 64 Kilo Drogen sicher

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Von: Mario Reymond

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Feines Näschen: Zollhündin „Kobra“ erschnüffelte in einem Paket zwölf Kilo Marihuana (im Hintergrund eingeschweißt).  
Feines Näschen: Zollhündin „Kobra“ erschnüffelte in einem Paket zwölf Kilo Marihuana (im Hintergrund eingeschweißt).   © Hauptzollamt Giessen

Bei einer groß angelegten Kontrolle in einem Paketzentrum in Neuenstein hat der Zoll insgesamt 64 Kilogramm Rauschgift – meist Marihuana – entdeckt und sichergestellt.

Neuenstein - Überwiegend handelte es sich dabei um größere Sendungen. Nicht mitgerechnet sind dabei 170 sogenannte „Kleinfälle“, bei denen geringe Mengen Drogen versandt wurden, teilt Sprecher Michael Bender vom Hauptzollamt aus Gießen mit.

Die Kontrollaktion des Zolls war aufgrund verschiedener sogenannter Risikohinweise anberaumt worden. Gezielt wurden Paketsendungen vor allem aus Spanien aber auch aus Österreich und Ungarn einer intensiven Kontrolle unterzogen. Dabei legten die Zöllnerinnen und Zöllner auch Nachtschichten ein und setzen verstärkt Personal der Kontrolleinheiten aus Kassel und Gießen ein, um möglichst alle Sendungen in Augenschein nehmen zu können. Insgesamt wurden 40 Lkw-Trailer überprüft.

„Die Feststellungen verbotener Dinge im grenzüberschreitenden Post- und Paketversand haben in letzter Zeit deutlich zugenommen. Insbesondere Drogen werden immer wieder mit der Post verschickt“, führt Bender aus.

Dies bestätigte sich dann auch bei der Kontrollaktion. Neben dem Marihuana fischten die Kontrolleure zwei Waffen, erlaubnispflichtige Feuerwerkskörper, einige Gegenstände mit verfassungs-feindlichen Symbolen und schlussendlich noch 1900 Potenzpillen aus den Paketen, die für Empfänger in ganz Deutschland bestimmt waren.

Zur Unterstützung kamen auch Rauschgiftspürhunde zum Einsatz. Zollhündin „Kobra“ erschnüffelte zielsicher ein Paket mit 12 Kilogramm Marihuana und führte die Zöllner so auf die Spur weiterer Sendungen an den gleichen Empfänger. Am Ende wurden 200 Strafverfahren gegen die Empfänger eingeleitet, mit denen die Ermittlungen nun fortgesetzt werden.

Von Mario Reymond

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