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22 Kinder sind in Cornberg ohne Kita-Platz

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Von: Carolin Eberth

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Die Cornberger Kindertagesstätte Löwenzahn bietet 52 Kindern Platz. Doch das reicht bei Weitem nicht mehr aus. Daher wird momentan geprüft, wie man dieses Problem lösen kann. archiv
Die Cornberger Kindertagesstätte Löwenzahn bietet 52 Kindern Platz. Doch das reicht bei Weitem nicht mehr aus. Daher wird momentan geprüft, wie man dieses Problem lösen kann. archiv © silke schäfer-marg

Die Aufnahmekapazitäten der Kita in Cornberg sind schon zu Beginn des nächsten Jahres ausgeschöpft, sodass für Zuzüge keine Plätze mehr zur Verfügung stehen.

Cornberg – „Besonders dringend werden neue Krippenplätze benötigt. Sofern alle Eltern aus Cornberg um Aufnahme suchen, werden uns hier Plätze für 22 Kinder fehlen“, sagte Bürgermeisterin Katja Gonzalez Contreras in der Gemeindevertretersitzung in Rockensüß am Donnerstagabend. Für die Krippengruppe würden bereits jetzt noch zwölf Anmeldungen vorliegen, die nicht berücksichtigt werden könnten. Insgesamt seien 17 Kinder bereits auf der Warteliste. Aktuell habe der Kindergarten lediglich 40 Kitaplätze sowie zwölf Krippenplätze.

Aus diesem Grund hat man sich Gedanken gemacht und fünf Varianten erarbeitet, wie man das Platzproblem lösen kann. So könnte man in der Kita mit einer Leichtbauwand einen weiteren Raum schaffen, mehr Platz hätten die Kinder dadurch aber auch nicht. Überlegt wird auch, ob man einen Container zur Nutzung für einen Krippenraum mit Anbindung an den hinteren Ausgang der Kita anbaut. Die dritte Variante wäre, zwei Krippen-Gruppenräume in der jetzigen Gemeindebücherei in Cornberg zu errichten.

Ansonsten gäbe es noch die Möglichkeiten, die Gemeinschaftsräume der Katholischen Kirche zu nutzen – hier wäre jedoch die räumliche Entfernung zum Kindergarten ein Nachteil – und die Nutzung eines Klassenraumes der Grundschule Cornberg, die direkt neben dem Kindergarten liegt. „Die letzte Variante wurde jedoch gleich von der Schulleitung abgelehnt“, sagte die Bürgermeisterin.

Nach einer Stellungnahme der Kita-Fachaufsicht wurde die zweite Variante empfohlen: die Aufstellung von einem Container als Krippengruppenraum sowie eines zusätzlichen Containers mit Sanitäranlagen. Hier wäre die Schlafsituation dann noch zu klären. Die Bücherei-Möglichkeit wäre eventuell auch noch eine weitere zu prüfende Option. Wobei die Nutzung der Sanitäranlagen ein Problem darstellt, wie Katja Gonzalez Contreras mitteilte.

Da weitergehende Planungen mit Kosten verbunden sind, stimmten alle Gemeindevertreter am Donnerstagabend dafür, dass 3500 Euro als außerplanmäßige Aufwendungen für Planungskosten bereitgestellt werden, damit die Verwaltung mit einer eingehenden Prüfung der favorisierten Varianten beauftragt werden und der Gemeindevorstand eine Entscheidungsempfehlung vorlegen kann, die der Gemeindevertretung anschließend zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt wird.

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