Auch für Impflinge aus Hersfeld-Rotenburg

221 Spritzen zum Start: Im Zentrum in Fulda wird jetzt gegen Corona geimpft

So sieht’s im Eingangsbereich aus: Das Impfzentrum in der Fuldaer Waideshalle verfügt über vier Impfstraßen (A bis D) mit insgesamt 16 Impfkabinen.
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So sieht’s im Eingangsbereich aus: Das Impfzentrum in der Fuldaer Waideshalle verfügt über vier Impfstraßen (A bis D) mit insgesamt 16 Impfkabinen. Bei der Anmeldung wird nach einem Ausweisdokument, der Krankenkassenkarte und dem Impfbuch gefragt. Zudem müssen ein Aufklärungsmerkblatt und eine Anamese-Einwilligung unterschrieben werden, die bereits zuhause ausgedruckt werden können.

Seit Dienstagmorgen werden im Impfzentrum in Fulda auch die über 80-Jährigen aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg geimpft. Doch der Start für das Zentrum in Rotenburg steht wohl fest.

Fulda/Hersfeld-Rotenburg – Von den hessenweit 28 Corona-Impfzentren sind seit Dienstagmorgen sechs geöffnet – unter anderem das in Fulda. Dort werden zunächst auch Impflinge aus Hersfeld-Rotenburg und dem Vogelsbergkreis geimpft. Zum Auftakt impften die Mitarbeiter des Impfzentrums in der Waideshalle (Hotel Esperanto) am Dienstag 221 Menschen. Die anderen Impfzentren – darunter das des Landkreises in der Göbel Hotels Arena in Rotenburg – sollen laut Mitteilung des Landes Hessen am 9. Februar öffnen.

Fuldas Landrat Bernd Woide (CDU) sprach am frühen Morgen vor Pressevertretern von einem „Hoffnungsstrahl am Horizont“. Er bedauerte, dass es Anlaufprobleme bei der Beschaffung von Impfstoffen gebe. „Aber wir setzen jetzt ein Zeichen, dass es losgeht.“ Auch Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) bat weiterhin um Geduld. Dass es nun endlich losgehe, sei jedoch „eine große Errungenschaft“.

Alles nur in eine Richtung: Pfeile führen im Impfzentrum in Fulda zu den Impfkabinen. Ohnehin ist alles so eingerichtet, dass es keinen Gegenverkehr gibt. Unsere Fotos entstanden am Dienstagmorgen. Bilder vom offiziellen Impfstart gestattete der Landkreis Fulda den Pressevertretern nicht.

Das Impfzentrum in Fulda verfügt über vier Impfstraßen mit insgesamt 16 Impfkabinen. Zum Start kümmerten sich drei Ärzte und fünf medizinische Fachangestellte um die ersten Impfgäste, die zuvor einen Termin über die Hotlines 116 117 oder 0611/505 92 888 oder online unter impfterminservice.hessen.de oder corona-impfung.hessen.de vereinbart hatten.

Erfahrung der mobilen Teams: Bisher kaum Nebenwirkungen bei der Impfung

Seit Ende Dezember sind Mobile Impfteams in Alten- und Pflegeeinrichtungen im Einsatz. Dr. Thomas Menzel vom Klinikum Fulda sagte, die bisherigen Erfahrungen zeigten, dass bei der Impfung kaum Nebenwirkungen aufgetreten seien. Ähnlich sei auch der Eindruck der Impfteams in Hersfeld-Rotenburg, wie Kreis-Sprecher Pelle Faust mitteilt: „Von den bislang 1800 Impfungen im Kreis ist uns ein einziger Fall mit nennenswerten Nebenwirkungen bekannt, die allerdings nicht lebensgefährlich waren.“

Der Wartebereich: Wer geimpft ist, wird gebeten, für rund 15 Minuten auf einem Stuhl im Wartebereich Platz zu nehmen, um mögliche Nebenwirkungen zu überwachen.

Menzel betonte zudem, dass kein Grund zur Sorge bestehe, wenn jemand länger als drei Wochen auf seinen zweiten Impftermin warten müsse. „Selbst ein Abstand von sechs bis sieben Wochen ist kein Problem.“ Im Dezember hatte es geheißen, dass die beim Biontech-Impfstoff notwendigen zwei Dosen mit einem Abstand von drei Wochen geimpft werden sollten.

Wer mit dem Auto zum Impfzentrum in Fulda fährt, parkt am besten auf dem Parkplatz Ochsenwiese am Kongresszentrum Esperanto. Von dort sind es noch etwa 500 Meter zu Fuß. Rollstühle können vor Ort ausgeliehen werden.

Pro Tag sollen in Fulda bis zu 1100 Menschen im Schichtbetrieb geimpft werden – wenn denn ausreichend Impfstoff da ist. Oder um es mit Dr. Jörg Simon, dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Gesundheitsnetzes Osthessen, zu sagen: „Was bleibt, ist das große Warten auf große Impfmengen.“ (Sebastian Schaffner)

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