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25 Jahre Soisbergturm: Ein „Leuchtturm“ für das Biosphärenreservat

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Zeitzeugengespräch (von links): Diana Kister, Berthold Jost, Kurt Honikel, Herman-Josef Scheich, Wolfgang Storch.
Zeitzeugengespräch (von links): Diana Kister, Berthold Jost, Kurt Honikel, Herman-Josef Scheich, Wolfgang Storch. © Tamsyn Axt-Bäuml

In Hohenrodas höchstgelegenem Ortsteil Soislieden wurde jetzt das 25-jährige Bestehen des Soisbergturms gefeiert.

Soislieden – Am vergangenen Wochenende hieß es in Hohenrodas höchstgelegenem Ortsteil der Berg – oder besser gesagt – der Turm ruft. In der Dorfmitte feierte die Bürgerinitiative (BI) Soisbergturm ihr 25-jähriges Bestehen. Begonnen wurden die Feierlichkeiten mit einem ökumenischen Gottesdienst von Pfarrer Harald Krüger aus Mansbach und Dechant Markus Blümel aus Eiterfeld, Pfarrerin Marie-Theres Eckhardt konnte leider krankheitsbedingt nicht teilnehmen. Passenderweise besuchte Pfarrer Krüger erst vor Kurzem eine Fortbildung im Salzkammergut in den Alpen, die sich unter anderem auch mit Bergen und dem Bergsteigen befasste, was er in die Predigt einfließen ließ. Begleitet wurde der erste Teil des Tages von den Alphornbläsern „Siebenschläfer“ aus Geisa.

Gemeinschaft, Zusammenarbeit und Regionalität waren die zentralen Themen, die sich durch den Tag zogen. In seiner Festrede ließ der 1. Vorsitzende der Bürgerinitiative Leonhard Hohmann noch einmal die Geschichte von der Gründung, über Planung und Umsetzung des Turmbaus bis heute Revue passieren (unsere Zeitung berichtete).

Der Soirsbergtrum im Ortsteil Soislieden
Der Soisbergturm © Tamsyn Axt-Bäuml

Hohmann wies dabei noch auf kommende Veranstaltungen in der engeren Region hin. So feiert an diesem Sonntag, 26. Juni der Nachbarort Wehrshausen auf der anderen Seite des Soisbergs sein 650-jähriges Bestehen. Von Freitag, 22., bis Montag, 25. Juli, richtet dann das Musikcorps wieder sein Festival der Musik aus.

Als Ehrengäste begrüßte er die Bürgermeister der angrenzenden Gemeinden Hohenroda, Eiterfeld und Schenklengsfeld. Stellvertretend für Andre Stenda und Carl-Christoph Möller überbrachte Herman-Josef Scheich die Glückwünsche und hob dabei drei Punkte hervor, die den Erfolg der BI ausmachten: Die feste Überzeugung, dass wieder ein Turm auf den Soisberg gehört, Kontinuität und Ausdauer während unzähliger Gespräche, Diskussionen und Beratungen, sowie die Idee, die drei Gemeinden einzubinden und als aktive Unterstützer zu gewinnen.

In Vertretung für Landrat Warnecke war erster Kreisbeigeordneter Dirk Noll vor Ort, „vielen noch bekannt als Bürgermeister von Friedewald, zwei Berge weiter“, so Hohmann. Noll wies auf den aktuell immer stärker gefragten sanften und regionalen Tourismus hin, der den Soisbergturm zu einem immer noch sehr beliebten Ausflugsziel macht, sowohl für Touristen als auch Einheimische.

Fuldas Landrat Bernd Woide lobte das Engagement der BI und wünschte alles Gute für das weitere Bestehen. Spontan bat Leonhard Hohmann dann noch den Vorsitzenden der Hessischen Verwaltung des Biosphärenreservates Rhön Torsten Raab ans Rednerpult, das aus Stufen des alten Soisbergturms gefertigt wurde – samt Stacheldraht der Absperrung. Raab bezeichnete den Turm als „Leuchtturm“ im nördlichen Teil des Biosphärenreservats und rief auf zum „Mitmachen, Weitermachen und in die Zukunft blicken“.

Im Zeitzeugengespräch, das die zweite Vorsitzende Diana Kister anschließend mit Bürgermeister Scheich, Architekt Wolfgang Storch, dem ehemaligen Bürgermeister der Gemeinde Rasdorf Berthold Jost und Ehrenmitglied Karl Honikel führte, erhielten die Gäste noch weitere Einblicke und konnten der einen oder anderen Anekdoten aus der Geschichte der Bürgerinitiative und des Turmbaus lauschen.

Abgerundet wurde das Programm mit einem Geburtstagsständchen des Musikcorps Ufhausen. Zuerst wurde der Song „I’ll be there for you“, bekannt aus der Serie „Friends“ gespielt, es folgten unter anderem „Sweet Caroline“, Stücke aus Disneys Dschungelbuch und Aladin und zum Schluss das allseits bekannte und beliebte Steigerlied. 

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