Quote liegt bei 4,4 Prozent

Trotz Corona: Arbeitsmarkt in Hersfeld-Rotenburg vergleichsweise stabil

Gute Nachrichten gibt es auf dem Arbeitsmarkt in Hersfeld-Rotenburg – außer für Menschen unter 25 Jahren.

Die Agentur für Arbeit teilt die aktuellen Arbeitslosenzahlen mit (Symbolbild).

Bei ihnen liegt die Arbeitslosenquote bei 5,4 Prozent. Das liegt auch daran, das nun viele Ausbildungsverträge auslaufen. Doch der Anstieg fällt im Vergleich zum Vormonat (4,6) höher aus als vor einem Jahr. Die Corona-Krise trifft also vor allem junge Menschen. Abgesehen davon fällt der für die Sommerferien typische Anstieg der Arbeitslosenzahlen niedriger aus als im Vorjahr.

„In der Region haben wir in der Phase von Covid-19 eine bemerkenswert stabile Arbeitsmarktlage. Im Hessenland und im Bund fallen die Steigerungen bei den Arbeitslosen deutlich höher aus“, sagt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Die Quote liegt bei 4,4 Prozent. Im Juni waren es 4,3 Prozent, vor einem Jahr 3,8 Prozent. Die sogenannte Unterbeschäftigungsquote, die auch die auch Menschen erfasst, die in einer „arbeitsmarktpolitischen Maßnahme“, vorübergehend krank oder älter als 58 Jahre sind und Hartz IV beziehen, liegt bei 5,3 Prozent (Vormonat 5,2; Vorjahr 4,9)

Im laufenden Monat traten 201 vorher arbeitslose Männer und Frauen eine neue Stelle an – fast genauso viele wie vor einem Jahr (203). Derzeit sind im Landkreis in nahezu allen Branchen 990 freie Stellen gemeldet. Die Zahl der Arbeitslosen liegt bei 4669. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Bestand an Menschen ohne Arbeit in einer Personengruppe sogar gesunken: 788 Menschen sind langzeitarbeitslos, vor einem Jahr waren es 59 mehr.

Kurzarbeit haben im Juli 17 Betriebe in Waldhessen angezeigt – insgesamt sind es nun seit Mitte März 1137. Davon betroffen sind oder waren 13 244 Beschäftigte. Da die konkrete Beantragung und Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes nachträglich erfolgt, wird erst in den nächsten Wochen und Monaten exakt feststehen, wie viele Beschäftigte in welchem Umfang tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Die Agentur für Arbeit geht davon aus, dass die faktische Inanspruchnahme insgesamt unterhalb der angezeigten Beschäftigtenzahl liegen wird.

Rubriklistenbild: © Ralf Hirschberger/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.