Lernstoff nachholen

Ferienakademie im Kreis Hersfeld-Rotenburg: 370 Kinder lernen in den Ferien

Fast 370 Schulkinder der Jahrgangsstufen 1 bis 8 im Kreis Hersfeld-Rotenburg sind für die sogenannte Ferienakademie angemeldet worden.

Einer der Standorte für die Ferienakademie: Die Albert-Schweitzer-Schule Rotenburg.

In den beiden letzten Wochen der Sommerferien werden sie auf freiwilliger Basis unterrichtet.

Die Idee ist, Lernlücken aufzufüllen, die im Zuge der Corona-Pandemie entstanden sind, und die Kinder wieder an Lernprozesse heranzuführen, erklärt der stellvertretende Leiter des Staatlichen Schulamtes in Bebra, Jürgen Krompholz. 38 Kräfte sind dazu im Einsatz. Es handelt sich demnach überwiegend um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Bereich verlässliche Schule eingesetzt werden, zum Beispiel Lehramtsstudenten, aber auch pensionierte Lehrer, Referendare oder Lehrkräfte, die ihre Ausbildung zwar abgeschlossen, aber noch kein festes Arbeitsverhältnis haben. In manchen Schulen haben sich auch aktive Lehrkräfte zu dieser „Sonderschicht“ bereit erklärt. Landesweit konnten sich auch Abiturienten oder Menschen im Freiwilligendienst melden. Allerdings, so heißt es im Kultusministerium, hätten sich überwiegend Lehramtsstudenten beworben – rund 2000 Betreuungskräfte insgesamt.

Überraschenderweise seien viele Gymnasialschüler angemeldet worden, berichtet Krompholz. Ursprünglicher Gedanke der Aktion sei es gewesen, besonders die Schüler aufzufangen, die besser in festen Strukturen als etwa beim „Homeschooling“, also dem Unterricht zu Hause, lernen können. Die Kinder werden von montags bis donnerstags vier Zeitstunden, also von 9 bis 13 Uhr, unterrichtet. Im Idealfall sollten sie einen Förderplan von ihren Lehrern haben. „Aber das Projekt war mit relativ heißer Nadel gestrickt. Es gab zeitlichen Druck, so dass nicht überall passgenaues Material zur Verfügung steht“, sagte Krompholz weiter. Das Kultusministerium werde weiteres Material zur Verfügung stellen.

Die Kinder werden kreisweit an zehn Schulstandorten unterrichtet, müssen die Ferienakademie also zum Teil auch an „fremden“ Schulen besuchen. Die Eltern sind für den Transport zuständig.

Rubriklistenbild: © Silke Schäfer-Marg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.