Abschlussfeier in Rotenburg

50 junge Menschen bestehen an der Hochschule für Finanzen und Rechtspflege ihre Prüfung

Rotenburg. Die Gerichte und Staatsanwaltschaften in Hessen und Thüringen erhalten personelle Verstärkung: 50 Rechtspfleger beginnen in den nächsten Tagen ihren Dienst. Die neuen Mitarbeiter sind ausgebildete Justizinspektoren.

Sie haben in der Hessischen Hochschule für Finanzen und Rechtspflege in Rotenburg die Laufbahnprüfung für den gehobenen Beamtendienst bestanden. Mit dem erfolgreichen Abschluss der dreijährigen dualen Ausbildung erwarben sie zugleich die Berufsbezeichnung Diplom-Rechtspfleger. Die Urkunden und Zeugnisse für die Qualifikation übergab Staatssekretär Thomas Metz vom Hessischen Ministerium der Justiz den neuen Inspektoren in der Diplomierungsfeier im Auditorium Maximum der Hessischen Hochschule.

„Die Justiz in Hessen wirkt gestärkt“, sagte Staatssekretär Thomas Metz in der Festansprache. Dieser Prozess habe 2016 mit dem Aufbau von Stellen begonnen. Allein in diesem Jahr würden 250 in der ordentlichen Gerichtsbarkeit und in den Staatsanwaltschaften neu geschaffen. Im hessischen Doppelhaushalt der Jahre 2018 und 2019 werde es weitere 224 geben, kündigte Metz an. Für den Bereich Rechtspflege bedeute das ein Mehr an Verwendung und beruflichen Aufstieg durch 25 neue Stellen in diesem und 37 in den nächsten beiden Jahren. Die personelle Verstärkung hänge auch mit der digitalen Zukunft zusammen. Zunehmend werde elektronisch gearbeitet. Diese Möglichkeit stärke den ländlichen Raum, sagte der Staatssekretär. Innerhalb der Justiz seien die Rechtspfleger zur zweiten Säule der dritten Gewalt aufgestiegen. Sie würden Entscheidungen in völliger Unabhängigkeit eigenverantwortlich treffen und damit die Richter entlasten.

Rechtspfleger bestehen ihre letzte Prüfung

Für diese Aufgabe seien die neuen Mitarbeiter bestens ausgebildet und vorbereitet worden. In den Gerichten und Staatsanwaltschaften würden sie nun dringend erwartet. Thomas Metz dankte den Lehrkräften der Hochschule in Rotenburg und den Ausbildern vor Ort für ihren Einsatz: „Es ist ihr Verdienst, dass Jahr für Jahr so viele exzellent ausgebildete Kollegen in den Rechtspflegerdienst der Bundesländer Hessen und Thüringen aufgenommen werden.“ Nach Ansicht von Uwe Homberger, Präsident des Justizprüfungsamtes in Thüringen, tragen Rechtspfleger entscheidend zur Funktion der dritten Gewalt in unserem Staat bei. „Es geht um uns“, sagte Christopher Keidel in der Ansprache der Diplomanden. Freunde und Freundschaften aus der Zeit des Studiums sollten nicht vergessen werden. Sie seien es wert, sich zu erinnern.

Den Rechtspflegern gratulierten ferner der Direktor des Studienzentrums Rotenburg, Professor Lothar Seitz, der Präsident des Oberlandesgerichts Frankfurt, Dr. Roman Posseck, und Lothar Dippel vom Bund Deutscher Rechtspfleger zur bestandenen Prüfung. Die größte Besuchergruppe stellten die Partner, Angehörige und Freunde der Diplomanden. Der Chor des Studienzentrums umrahmte die Feier mit Liedern unter Leitung von Gerhard Altnöder. Solisten waren Katharina Hördt und Jonas Seidel.

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