Rekordempfang

505 Studenten fangen an der Rotenburger Finanzhochschule an

Angemessene Kulisse: Im neugestalteten Innenhof, der erst im September offiziell eingeweiht wird, begrüßte Direktor Karl Jennemann die neuen Studenten.
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Angemessene Kulisse: Im neugestalteten Innenhof, der erst im September offiziell eingeweiht wird, begrüßte Direktor Karl Jennemann die neuen Studenten.

Im Studienzentrum der Hessischen Hochschule für Finanzen und Rechtspflege sind in dieser Woche die ersten Anwärter für den gehobenen Dienst begrüßt worden. Dort werden sie ihre theoretische Ausbildung absolvieren.

Rotenburg – Insgesamt beginnen in diesen Tagen 655 neue Anwärter ihr Studium. 505 fangen in Rotenburg an, weitere 150 Anwärter werden aus Kapazitätsgründen heimatnah in Frankfurt in den Räumen der Oberfinanzdirektion unterrichtet, berichtet Dr. Martin Träger, Verwaltungsleiter des Studienzentrums. So viele Anwärter habe es noch nicht gegeben. Die hohen Zahlen hingen zusammen mit der Einstellungsoffensive des Landes Hessen, die 2017 begonnen und nun ihren Höhepunkt erreicht habe.

Für die neuen Anwärter beginnt der Unterricht coronabedingt abwechselnd in Präsenz- und Fernlehre. Das Studienzentrum sieht sich darauf gut vorbereitet. So vertraue man auf die bereits etablierten digitalen Unterrichtsformate, die nach einem festen Stundenplan ablaufen, sagt Träger. Dazu gehörten etwa virtuelle Klassenzimmer, eine digitale Lernplattform sowie dienstlich zur Verfügung gestellte Tablet-Computer.

Zu einer angenehmen Lernatmosphäre trügen auch kleine Klassengrößen, Online- und Präsenzbibliotheken sowie vielfältige Freizeitangebote bei. So gibt es auch einen Film-Klub für die Studenten am Studienzentrum.

Anna-Maria Rziha, Anwärterin aus Alsfeld

Eine der Anwärterinnen, die sich auf ihr Studium in Rotenburg freut, ist Anna-Maria Rziha aus Alsfeld. Die 19-Jährige ist zum ersten Mal in Rotenburg. „Ich bin beeindruckt“, sagt sie über den großen Campus. Obwohl sie aus der Schulzeit keine Vorkenntnisse mitbringt, sei sie sehr motiviert. Ihr sei schon seit der neunten Klasse klar gewesen, dass sie mal beim Finanzamt arbeiten möchte. Zuvor war Bankkauffrau ihr Wunschberuf. Dann habe sie aber für sich herausgefunden, dass das Finanzwesen ihr größere Chancen eröffnen könne.

Luna Wurscher, Anwärterin aus Melsungen

Von diesen Chancen ist auch Luna Wurscher aus Melsungen überzeugt. Die 18-Jährige ist im vergangenen Jahr bei einer Ausbildungsbörse auf die Laufbahn im Finanzwesen gestoßen. „Das hat mir so gut gefallen, dass ich mich beworben habe“, sagt sie. Auch sie ist fasziniert von der Architektur des Studienzentrums. „Mir gefällt, dass es hier trotzdem regional und lokal zugeht“, sagt sie. Sie freue sich schon auf die Angebote auf dem Campus.

Dennis Heinze, Anwärter aus Melsungen

Ihr Kommilitone Dennis Heinze (24), auch aus Melsungen, hat schon eine Ausbildung zum Bankkaufmann hinter sich. Das Studium ermögliche ihm den Aufstieg. „Ich bin durchs Internet darauf aufmerksam geworden“, sagt er. Angesichts der Einstellungsoffensive des Landes Hessen in der Finanzverwaltung hofft er auf gute Zukunftsaussichten.

Gesellschaft leisten werden den drei Anwärtern des gehobenen Dienstes demnächst auch die Anwärter des mittleren Dienstes. 201 von ihnen werden ebenfalls noch im August nach Rotenburg kommen und das Stadtbild prägen.

Bei Vollpräsenz wären dann circa 1300 Anwärter zeitgleich vor Ort, teilt die Hochschule mit. Aufgrund des Wechselmodells seinen es aber tatsächlich nur 650 Studenten. (Paul Bröker)

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