Darsteller von "Peer Gynt" und andere präsentieren sich der Presse

68. Bad Hersfelder Festspiele: Intendant Joern Hinkel eröffnet Probenzeit mit vielen Stars

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Probenauftakt: Zahlreiche Ensemble-Mitglieder stellten sich beim Probenauftakt in Bad Hersfeld vor. Vorn in Schwarz Intendant Joern Hinkel. 

Bad Hersfeld. Mit einer ersten Probe von Regisseur Robert Schuster und seinem Peer-Gynt-Ensemble hat am Donnerstagmorgen die Probenzeit der 68. Bad Hersfelder Festspiele offiziell begonnen. 

Eröffnet wird die Saison mit vielen Stars sowie prominenten Gästen auf dem roten Teppich und der Premiere von Peer Gynt am 6. Juli 2018.

Brigitte Grothum, Horst Janson, Martin Semmelrogge, Christian Nickel, Pierre Sanoussi-Bliss, Corinna Pohlmann, Andreas Schmidt-Schaller, Nina Petri, Anouschka Renzi, Claude-Oliver Rudolph, André Hennicke und viele andere treten in diesem Sommer in Bad Hersfeld auf.

Bei dem Pressetermin am Donnerstag auf der Probenbühne im Kurpark stellte Intendant Joern Hinkel auch das Ensemble vor. Neben den Darstellern der Inszenierung Peer Gynt kamen auch Brigitte Grothum, Martin Semmelrogge, Horst Janson und Robert Joseph Bartl.

Christian Nickel, Pierre Sanoussi-Bliss, Robert Schuster, Nina Petri, Claude-Oliver Rudolph, André Hennicke, Anoushka Renzi und Andreas Schmidt-Schaller am Bühnenmodell von Peer Gynt.

Intendant Joern Hinkel freut sich, dass es ihm gelungen ist, erneut bekannte und beliebte Schauspieler für die Bad Hersfelder Festspiele zu gewinnen: „Die Überlegungen des Regisseurs Robert Schuster zur Besetzung sind sehr spannend. Einige Schauspieler sind gleich in mehreren Rollen zu erleben, die in der Phantasie von Peer Gynt miteinander verschmelzen. Neben Schauspielern, die das Publikum aus vergangenen Spielzeiten bereits kennt, bekommt es in der Spielzeit 2018 auch viele neue Gesichter zu sehen.“

Medienrummel beim Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele.

Neben Christian Nickel als Peer spielt Corinna Pohlmann die reiche Bauerntochter Ingrid und die Trollprinzessin. Christian Nickel und Corinna Pohlmann haben sie sich in den letzten beiden Jahren in die Herzen der Besucher der Bad Hersfelder Festspiele gespielt. Sie bekamen für ihre Rollen in Hexenjagd und in Martin Luther - Der Anschlag nicht nur viel Applaus, sondern auch großes Kritikerlob.

Pierre Sanoussi-Bliss ist eines der bekanntesten Gesichter des deutschen Fernsehens - unter anderem spielte er in Derrick, Tatort und von 1997 bis 2015 war er in der ZDF-Serie Der Alte der Assistent Axel Richter. Er arbeitete mehrfach mit Regisseurin Doris Dörrie zusammen, etwa 1994 in einer Hauptrolle in ihrer Komödie Keiner liebt mich. Er übernimmt in Bad Hersfeld die Rolle des Herrn von Eberkopf in Peer Gynt und schöpft dafür auch aus großer Bühnenerfahrung. Er gehörte sechs Jahre lang zum Ensemble des Staatsschauspiels Dresden und war in Gastrollen am Deutsches Theater Berlin oder bei den Salzburger Festspielen unter der Regie von Thomas Langhoff und Peter Stein zu sehen.

Andreas Schmidt-Schaller spielt den Haegstadtbauer und den Trollkönig. Als Hauptkommissar Hajo Trautzschke in der ZDF-Krimiserie Soko Leipzig ist er einem Millionen-Publikum bekannt. Der Schauspieler wuchs in Weimar und Gera auf und war bereits zu DDR-Zeiten populär. Er begann seine Karriere am Theater und spielte in den 80er-Jahren in der Krimi-Reihe Polizeiruf 110 des DDR-Fernsehens, nach der Wiedervereinigung wurde die Reihe im gesamtdeutschen Fernsehen fortgesetzt.

Nina Petri steht als Dr. Begriffenfeldt, die Direktorin eines Irrenhauses, und Peers Mutter Aase auf der Bühne der Stiftsruine. Nina Petri trat an vielen großen Bühnen im deutschsprachigen Raum und in vielen Kino- und Fernsehproduktionen auf, für die sie auch zahlreiche Preise erhielt: Zum Beispiel den Hessischen Filmpreis für Die Konferenz, den Deutschen Filmpreis für Bin ich schön und Lola rennt oder den Bayrischer Filmpreis für Tödliche Maria.

Die Rolle der Anitra übernimmt Anouschka Renzi. Am Theater arbeitete die Schauspielerin zum Beispiel mit Peter Zadek zusammen. In seiner Peer-Gynt-Inszenierung 2004 in Berlin spielte sie ebenfalls die Anitra. Neben ihren TV-Rollen trat sie an vielen deutschen Theatern auf - zuletzt brillierte sie in einer gefeierten Inszenierung der Kameliendame in Bonn und am Schlossparktheater Berlin.

Das markante Gesicht von André Hennicke kennt man aus sehr vielen TV- und Kinoproduktionen. Das Hersfelder Publikum bejubelte ihn 2016 und 2017 in Hexenjagd. Er tritt in Peer Gynt als Master Cotton auf.

Nachdem Claude-Oliver Rudolph im Sommer 2017 in Dieter Wedels Luther-Stück als Ablasshändler Tetzel im Jeep stehend über die riesige Bühne der Stiftsruine fuhr, wird er in Peer Gynt das Ruder eines Schiffes übernehmen – er spielt den Kapitän.

In ihrer Heimat Afghanistan ist Leena Alam als Sheeren im gleichnamigen TV-Drama um eine starke Frau im Kampf gegen gesellschaftliche Tabus berühmt geworden - nicht nur für ihre Rolle, sondern auch für den Mut, sie überhaupt zu spielen. Denn sie engagiert sich in ihren Arbeiten zum Missfallen von Ultrakonservativen gegen Kinder-Heirat, für Frauenrechte und gegen soziale Ungerechtigkeit. Leena Alam wird in Bad Hersfeld in Robert Schusters Peer Gynt (Premiere: 6. Juli 2018/21 Uhr) die Solveig spielen. Ihr Landsmann und Kollege Nasir Formuli tritt als einer ihrer Begleiter auf, Solveig stellt ihn als ihren Vater vor.

Den jungen Peer und den Knopfgießer spielt Gloria Iberl-Thieme, Simone Kabst und Ute Reiber treten unter anderem als Krankenschwestern auf, Tilo Keiner als Monsieur Ballon, Maximilian Wigger als Herr Trumpeterstrale und Torsten Kublank ist als Mads Moen dabei.

Brigitte Grothum wird in der deutschen Erstaufführung von Shakespeare in love als Königin Elisabeth auf der Bühne der Stiftsruine stehen. In rund 20 Film-Rollen und 200 TV-Rollen war sie in jedem Genre, vom Charakterfach bis zum Boulevard, erfolgreich. 

Besondere Popularität erlangte sie in Drei Damen vom Grill, der Vorabend-Serie der ARD, die 16 Jahre lang lief. Auch am Theater war sie von Beginn an mehr als überzeugend, nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als Regisseurin. Außerdem wird sie in Lenas Geheimnis, dem Theaterstück von Franziska Reichenbacher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in der Stiftsruine zu sehen sein: “Ich mag sehr gern Märchen, und die Oma von Lena ist das ganze Gegenteil von der Queen; ich liebe es, zwei so verschiedene Rollen zu verkörpern und freue mich auf mein Bad Hersfelder Festspieljahr“. 

Dennis Herrmann spielt William Shakespeare. Ihn kennt das Fernsehpublikum zum Beispiel aus Soko Leipzig oder Notruf Hafenkante. Der Schwerpunkt des facettenreichen Schauspielers aber liegt im Theater, derzeit ist er am Schauspiel Bochum engagiert. Zuvor war er unter anderem an den Wuppertaler Bühnen, am Bayrischen Staatsschauspiel und am Hans Otto Theater in Potsdam. 

Viola, die nicht nur die Bretter, die die Welt bedeuten, sondern auch Shakespeares Herz im Sturm erobert, wird von Natalja Joselewitsch dargestellt. Natalja Joselewitsch ist derzeit am Theater Münster engagiert. Sie war dort unter anderem als Mariedl in PRräsidentinnen, als Lena in Leonce und Lena oder als Barblin in Andorra zu sehen. Auch sie spielte bereits Fernsehrollen, zum Beispiel in Soko Leipzig/ZDF oder Tatverdacht-Team Frankfurt ermittelt/RTL.

Martin Semmelrogge spielt in Sahkespeare in love Wabash, einen stotternden Handwerker, der das erste Mal in seinem Leben auf der Bühne steht. Von seinem Eingangsmonolog hängt der ganze Erfolg von Wills Aufführung ab – ob er allerdings im entscheidenden Augenblick die Nerven bewahrt, ist mehr als ungewiss. Außerdem wird Semmelrogge in Lenas Geheimnis, dem Theaterstück von Franziska Reichenbacher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in der Stiftsruine, als „Mäusekönig“ zu sehen sein. Mit seiner unverwechselbaren Stimme und seinem verschmitzten Charme ist er Erzkomödiant und Tragiker gleichzeitig, und das macht ihn zu einem der glaubwürdigsten deutschen Bühnen- und TV-Darsteller – das zeigte er auch im letzten Jahr in Die 39 Stufen am Eichhof. Das Boot und Bang Boom Bang sind Filme, die Martin Semmelrogge auch international bekannt machten.

Außerdem können sich große und kleine Besucher von Lenas Geheimnis für Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf Horst Janson als grimmigen Hausmeister freuen. Als Bastian in der gleichnamigen TV-Serie wurde Horst Janson zu einer TV-Ikone, die er bis heute geblieben ist. Dem jüngeren Publikum wurde er vor allem durch seine Mitwirkung bei der Sesamstraße bekannt. Horst Janson wird ab dem 26. August auch in Der alte Mann und das Meer im Schloss Eichhof zu sehen sein.

Robert Joseph Bartl hat im letzten Sommer den Zuschauerpreis der Bad Hersfelder Festspiele für seine Rolle in Martin Luther - Der Anschlag bekommen. In Joern Hinkels Krabat-Inszenierung spielte er den Meister, das Ensemble erhielt dafür den Hersfeld-Preis der Kritiker 2016. Der beliebte Schauspieler, den das Fernsehpublikum auch als Gerichtsmediziner Dr. Steinbrecher im München Tatort kennt, wird in Shakespeare in love als Fennyman Schulden eintreiben und in Indien im Schloss Eichhof als Kurt Fellner von Indien träumen. Sein Gegen- und Mitspieler ist Mathias Znidarec als Bösel. Nach vielen anderen Stationen, unter anderem als Mitglied am Berliner Ensemble, ist er seit der Spielzeit 2014/15 am Staatstheater Darmstadt engagiert. Dort kann man derzeit die hessische Fassung von Indien sehen. Regie führte Mathias Znidarec. (red/nm)

Mehr lesen Sie später und in der gedruckten Zeitung am Freitag.

Karten für die Festspiele gibt es bei allen Eventim-Vorverkaufsstellen und beim Ticket-Service der Festspiele, Am Markt in Bad Hersfeld: Telefon 06621/640200, E-Mail: ticket-service@bad-hersfelder-festspiele.de.

68. Bad Hersfelder Festspiele: Fotos vom Probenauftakt

Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel
Probenauftakt für die 68. Bad Hersfelder Festspiele. © Landsiedel

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