Sperrung aufgehoben

Lkw kippt bei Unfall um: A7 für rund 12 Stunden gesperrt

Auf der A7 hat sich am Mittwoch (22.04.2020) ein Unfall mit zwei LKW ereignet. Die Polizei geht von Manipulation aus. Die Sperrung der Autobahn dauerte 12 Stunden.

  • Auf der A7 bei Kirchheim kommt es zu einem schweren Unfall 
  • Ein LKW kippt um, der Fahrer wird verletzt
  • Die Polizei geht von einer Manipulation des LKWs aus

Update vom 23.04.2020, 09.40 Uhr: Am gestrigen Mittwoch (22.04.2020) war die A7 bei Kirchheim (Landkreis Hersfeld-Rotenbrug) für rund 12 Stunden wegen eines umgekippten Lastwagens in Richtung Fulda gesperrt. 

Kurz vor Mitternacht wurde die Vollsperrung dann aufgehoben, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstagmorgen. Bereits am Mittwochmittag (22.04.2020) hatte ein 23-Jähriger die Kontrolle über seinen Lkw verloren, war zunächst gegen einen Tanklastzug und dann gegen die Leitplanke gestoßen. Daraufhin kippte das Fahrzeug um. 

Unfall auf der A7 beim Kirchheimer Dreieck: Bergung gestaltete sich schwierig

Der Fahrer befreite sich selbst und blieb unverletzt. Während der Bergungsarbeiten war die A7 zeitweise voll gesperrt. Der LKW hatte einen Riesen-Häcksler geladen, was die Bergungsarbeiten deutlich erschwerte. Der Häcksler, mit dem man Baumstämme kleinhäckseln kann, war so schwer, dass er das Bergungsfahrzeug nach unten drückte. 

Die Bergungsfirma musste daher eine Extra-Achse an das Fahrzeug und Räder an den Häcksler montieren, erst dann konnte er abtransportiert und die Autobahn freigegeben werden. 
Den beim Unfall entstandenen Sachschaden schätzte die Polizei auf etwa 200 000 Euro. Es bildete sich ein Rückstau auf der Autobahn und den umliegenden Umleitungsstrecken. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.

Unfall auf der A7 beim Kirchheimer Dreieck: Erstmeldung

Erstmeldung vom 22.04.2020: Kirchheim - Zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Lkw mit Großhäcksler und einem mit Harzöl beladenen Tankzug kam es am Mittwochvormittag (22.04.2020) gegen 11.46 Uhr auf der A7 zwischen Bad Hersfeld-West und dem Kirchheimer Dreieck in Fahrtrichtung Süden.

Der 23-jährige Fahrer des Lkw mit Großhäcksler befuhr die A7 mit seinem Fahrzeug am Gefällestück des so genannten Reckeröder Bergs auf dem mittleren Fahrstreifen und überholte einen Tanklaster. 

Unfall auf der A7 beim Kirchheimer Dreieck: Umgekippter Lkw versperrt alle Fahrspuren

Aus bisher ungeklärter Ursache schaukelte sich der Häcksler-Anhänger auf, kam nach links von der Fahrbahn ab, prallte gegen die Mittelschutzplanke aus Beton, die er auf einer Länge von rund 60 Metern stark beschädigte, und kippte mit dem gesamten Gespann auf die Fahrerseite. Im weiteren Verlauf des Unfalls rutschte der umgekippte Lastzug in die linke Seite des Tankaufliegers, die erheblich eingedrückt wurde, bevor er in der Mitte der dreispurigen A7 quer über allen drei Fahrstreifen zum Stillstand kam. 

Unfall auf A7 beim Kirchheimer Dreieck: War der LKW manipuliert?

Bei dem Unfall wurde der 23-jährige Lkw-Fahrer verletzt, konnte sich aber noch selbst aus dem Fahrzeugwrack befreien, indem er die Frontscheibe eintrat. Von einem Rettungswagen wurde der Fahrer in ein nahe gelegenes Krankenhaus gefahren. Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten der Autobahnpolizei fest, dass an dem Fahrzeug vermutlich manipuliert wurde. Aus diesem Grunde wurde ein Sachverständiger zur Unfallstelle auf der A7 bestellt. Der Fahrer des Tankzugs bleib unverletzt.

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten muss die A7 in Richtung Süden vermutlich bis in die Abendstunden voll gesperrt werden. Von der Feuerwehr aus Kirchheim wurden auslaufende Betriebsstoffe aufgenommen und die Tanks am Häcksler geleert. Es bildete sich an der Unfallstelle ein Stau bis zurück zur Abfahrt Bad Hersfeld-West, von wo der Verkehr dann über Bad Hersfeld umgeleitet wurde. Die Höhe des Sachschadens wird von der Polizei auf etwa 200.000 Euro geschätzt.

Von TVnews-Hessen

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