Die Amigos sangen in Rotenburg und pflegten den Austausch mit dem Publikum

Ein Abend fürs Herz: Die Amigos sangen in Rotenburg

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Blumen für die Freunde: Die Amigos sangen in Rotenburg und wurden von ihren Fans dafür beschenkt.

Rotenburg. Bunt und durchaus romantisch schwebten die Lichter der Leuchtstäbe über dem Publikum in der Rotenburger Göbel Hotels Arena, als die Amigos ihre Hits auf der Bühne spielten. 1200 Zuhörer waren gekommen und hörten, wie in Liedern die Engel auf die Erde kamen.

Viel sangen die Amigos vom Zauber der Heiligen Nacht an diesem Samstagabend, so kurz vor Weihnachten. Und die Besucher dankten es ihnen, brachten immer wieder Blumensträuße und Geschenke nach vorne auf die Bühne, sangen und klatschten mit.

Erinnerungen

Bernd und Karl-Heinz Ulrich sind die Amigos, die Freunde, die seit über 35 Jahren ihre treuen Fans mit Liedern über die Liebe und das Leben erfreuen. Sie erzählten zwischen den Liedern von früher, wie es war, wenn vier Wochen vor Weihnachten der Teddy verschwand - und dann quietschfidel unter dem Christbaum mit neuen Handschuhen saß.

In den selbst geschriebenen Weihnachtsliedern schimmerte der See im Mondlicht und lautlos rieselt der Schnee. Die Amigos beklagten die Schande, dass in diesem so reichen Deutschland immer noch Kinder nicht genug zu essen hätten. Sie reisen als Botschafter des Weißen Rings, der sich um Verbrechensopfer kümmert, und unterstützen mit dem Erlös aus dem Verkauf von CDs und Benefizkonzerten diese Arbeit.

Inspiration durch Fans

Seit 1970 treten die Brüder auf und singen in Städten und Dörfern ihre deutschen Schlager von Liebe und Schmerz und versprechen dabei: „Ich geh’ für Dich durchs Feuer“ - singt und klatscht auch das Rotenburger Publikum mit. Auch, wie das Liederschreiben bei ihnen funktioniert, woher die Inspiration kommt, erklärten die Amigos dem staunenden Publikum.

Eine E- Mail zum Beispiel könne zu Texten animieren. Wie die eines „kleinen Amigos“. Ein Junge von neun Jahren schrieb, sein Papa sei ebenfalls Musiker gewesen und habe ihm versprochen, dass er ihn später auf die Bühne mitnehmen werde. Doch auf dem Rückweg von einer Tour sei der Vater tödlich verunglückt. Nun lebe der Neunjährige bei seiner Oma und spiele auf der Gitarre seines toten Vaters. Von diesem Ereignis sangen die Amigos und versprachen ihrem kleinen Amigo, dass er mit ihnen auf der Bühne spielen dürfe.

Immer wieder erhoben sich Menschen in der Rotenburger Halle, gingen zur Bühne, um ihre Stars zu fotografieren. Am Ende der Konzerts gaben die Amigos Autogramme und ließen sich gerne mit ihren treuen Fans fotografieren.

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