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Abriss der Martinsklause in Bad Hersfeld hat begonnen

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Von: Nadine Meier-Maaz

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Baggereinsatz: An der Nachtigallenstraße in Bad Hersfeld ist nun mit dem Abriss der Martinsklause begonnen worden. Einst waren dort unter anderem die Mitwirkenden der Oper in der Stiftsruine untergebracht.
Baggereinsatz: An der Nachtigallenstraße in Bad Hersfeld ist nun mit dem Abriss der Martinsklause begonnen worden. Einst waren dort unter anderem die Mitwirkenden der Oper in der Stiftsruine untergebracht. © Märthe Werder

Der Abriss der Martinsklause in Bad Hersfeld hat begonnen. Sie war einst unter anderem als Unterkunft für die Mitwirkenden der Oper genutzt worden. Jetzt gibt es neue Pläne.

Bad Hersfeld – An der Martinsklause in Bad Hersfeld hat der Abriss begonnen. Mit schwerem Gerät tragen Mitarbeiter der Firma Archinal aus Wetter die Immobilie an der Nachtigallenstraße ab. Die Martinsklause war einst unter anderem als Unterkunft für die Mitwirkenden der Oper in der Stiftsruine genutzt worden. Weil es die Oper so nicht mehr gibt und das sanierungsbedürftige Gebäude zu teuer wurde, trennte sich der Arbeitskreis für Musik (AfM) als Veranstalter der Oper und Eigentümer des Objekts jedoch von der Immobilie, für das die Stadt ein Vorkaufsrecht gehabt hätte.

Den Zuschlag erhielt schließlich Apothekerin und Unternehmerin Saskia Hildwein – auch andere Interessenten hatten damals Ideen für die Nachnutzung vorgestellt. Auf dem Gelände sollen nun unter anderem Stellplätze für die Kunden der benachbarten Apotheke und einige Mieter im Ärztehaus entstehen. Abends und am Wochenende sollen aber auch der AfM beziehungsweise die Besucher der Konzerte im Bach-Haus den Parkplatz kostenfrei nutzen können, erklärt Hildwein.

Des Weiteren sollen auf dem Gelände ein Arzneipflanzengarten und später auch ein neues Gebäude entstehen, allerdings „kein Riesenklotz“, wie Hildwein betont. Zudem soll der Neubau „auf Stelzen“ stehen, um den Blick auf die historische und schöne Stadtmauer nicht zu verbauen, so Hildwein.

Einen konkreten Zeitplan gibt es auch mit Blick auf die aktuellen Preissteigerungen, den Material- und Handwerkermangel noch nicht. Das Vorhaben soll nun Schritt für Schritt umgesetzt werden. Mit einer kompletten Fertigstellung rechnet Hildwein nicht vor 2023/2024, ein „endloses Provisorium“ soll es laut der neuen Eigentümerin allerdings auch nicht geben. Vorübergehend werde der Bereich für die Stellplätze erst mal geschottert.

Eigentlich hätte mit dem Abriss schon 2021 begonnen werden sollen, es gab laut Hildwein aber noch Details rund um eine Schranke zu klären, um einen Rückstau auf den Stadtring zu vermeiden. Inzwischen sei das vermeintliche Problem jedoch gelöst, sodass nun zumindest gut sichtbar mit dem Abriss begonnen werden konnte. (Nadine Meier-Maaz)

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