Acht Tiere ausgerissen: Zug fährt Pony tot

Licherode. Acht Ponys sind von einer Weide an der Schnellfahrstrecke Kassel-Würzburg ausgebrochen und auf die Gleise gelaufen. Ein Tier wurde von einem Zug erfasst und getötet.

Das teilt die Bundespolizei Kassel mit. Beamten der Bundespolizei und freiwillige Helfern eines ortsnahen Reiterhofes gelang es am Dienstagmorgen, die freilaufenden Ponys einzufangen und zur Weide zurückzubringen. Das tote Pony wurde vom zuständigen Jagdpächter abtransportiert.

Die Bahnstrecke musste deswegen kurzzeitig gesperrt werden. Insgesamt 19 Züge erhielten durch den Vorfall geringfügige Verspätungen.

Zaun nicht ausreichend 

Nach ersten Ermittlungen seien die Versorgung mit Futter sowie die Einzäunung der Weide nicht ausreichend gewesen, teilt die Polizei mit. Der Besitzer der Tiere, ein 50-Jähriger aus Alheim, wurde informiert und über Pflichten als Tierhalter belehrt. Gegen den Mann wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Die Bundespolizei weist darauf hin, dass Halter von Weidevieh, besonders in der Nähe von Bahnanlagen, darauf achten müssen, dass genügend Futter vorhanden und die Umzäunung intakt und sicher verschlossen ist. Kommt es zu Bahnunfällen mit ausgebrochenen Tieren, kann das neben zivilrechtlichen Folgen auch strafrechtliche Konsequenzen haben. (red/zac)

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