Transport in die Zukunft

AEM realisiert erstes autonomes mobiles Roboterprojekt der 1500-er Klasse in Europa

Mobiler Roboter AEM1500HS1 mit Hubstation zum Kabinentransport
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Mobiler Roboter AEM1500HS1 mit Hubstation zum Kabinentransport.

Egal ob Weinberg, Acker, Wald oder Straßenbau: ohne Traktoren geht hier nichts. Wer glaubt, dass Autos Unikate sind, kennt Traktoren nicht.

Nicht umsonst setzt Landmaschinen-Marktführer Fendt schon seit 2007 bei seiner Produktion auf die Spezialisten von AEM – und zusammen schreiben sie regelmäßig Erfolgsgeschichte.

Konnte sich AEM-Geschäftsführer Robert Simla 2020 noch darüber freuen, dass sein Team eine automatische Roboterapplikation für das Setzen von Einzugsmuttern und Bolzen entwickelt hatte, die dem Kunden Fendt die Produktion in Stückzahl 1 erheblich erleichtert, setzte man im zurückliegenden Jahr noch einen drauf: „Wir haben das europaweit erste Kundenprojekt mit einem autonomen mobilen Roboter der 1500-er Klasse realisiert.“ Dabei wurde der Prototyp, also das erste Fahrzeug des Omron HD 1500, im Frühjahr zeitgleich an Omron und an AEM in Hohenroda ausgeliefert, wo der Prototyp vor der Installation bei Fendt seine Testphase absolvierte.

Das neue Flagschiff unter den Omron AMR-Systemen hat eine Nutzlast von 1500 Kilogramm und navigiert frei im Raum. „Das funktioniert so ähnlich wie bei Saugrobotern“, erläutert Projektentwickler Marcus Pfromm, der auch gleich die Vorteile aufzählt: „Die AMRs weichen Menschen aus, die komplette Anlage braucht keine baulichen Veränderungen und bleibt flexibel.“ Dadurch konnte AEM die Installation im August bei laufendem Betrieb umsetzen. Und was kann der mobile Roboter?

Mobiler Roboter AEM1500HS1 mit Hubstation im Einsatz.

Ausgerüstet mit einem kundenspezifischen Aufbau transportiert er die schweren Fahrzeugkabinen Station für Station von der Schweißerei bis zur Lackiererei. Das AMR ersetzt damit Stapler und starre Fördertechnik und übergibt die fertige Traktorkarosserie anschließend in die gewünschten Warenströme des Innenausbaus.

Final wird bei Fendt im zentralen europäischen Kabinenwerk eine AMR-Flotte mit 3 bis 5 Robotern installiert. Dafür benötigt es ein übergeordnetes Flottenmanagement, das die Tüftler aus Hohenroda in Ihr LogiQ System integriert haben. Robert Simla: „LogiQ ist beim Kunden Fendt das Leitsystem für alle Produktionsbereiche im Segment Rohbau, das durch seine Funktionalitäten alle am Gesamtprozess beteiligten Abteilungen bis hin zur Geschäftsleitung gleichermaßen unterstützt.“

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