Aktion mit Tradition: Nentershäuser Eltern pflanzen Lebensbäume

Setzen Bäume für ihre neu geborenen Kinder: André und Kathrin Assenmacher (Bildmitte) haben für ihre Tochter Nele einen Birnbaum gepflanzt. Auch Claudia Sieland (Vierte von rechts) hat bei Weißenhasel einen Baum gepflanzt, Karl-Heinz Berndt (rechts) die Aktion vorbereitet.

Nentershausen. Für 15 Kinder, die im vergangenen Jahr geboren wurden, sind am Wochenende in Nentershausen, Weißenhasel und Süß Lebensbäume gepflanzt worden. Es ist eine Osteraktion mit Tradition.

Nele schläft still in ihrem Kinderwagen, während Papa mit dem Spaten den Erdboden bearbeitet und Mama ihm dabei zusieht. Kathrin und André Assenmacher sind vor acht Monaten erstmals Eltern geworden und haben für ihre Tochter Nele einen Birnbaum ausgesucht, Sorte „Alexander Lucas“. An ihm werden einmal große und süße Früchte wachsen. Der Grund: Einen Apfelbaum haben die beiden für Nele schon im Garten in Weißenhasel gepflanzt.

Die Vorarbeit hat Karl-Heinz Berndt vom Umwelt- und Naturschutzverein Nentershausen geleistet. Seit die Aktion „Lebensbaum“ des Vereins vor 14 Jahren ins Leben gerufen wurde, ist sie ihm eine Herzensangelegenheit. 260 Bäume wurden seither gepflanzt, und Berndt ist der, der sich um alles kümmert: Er hat die jungen Hochstämme ausgesucht, die Standorte markiert, das Arbeitsgerät mitgebracht und für jedes Kind ein Messingschild mit Name und Geburtsdatum anfertigen lassen, das den Stützpfahl schmücken wird.

Immer wieder macht Berndt Grundstücke für die Lebensbäume ausfindig. Kleine Obstwiesen sind in den vergangenen Jahren entstanden, andernorts haben sich Feldwege in Alleen verwandelt.

Sechs junge Bäume haben Eltern am Osterwochenende am Sandberg in Süß gepflanzt und damit die dortige Obstwiese ergänzt. Bei Nentershausen hat der Verein mit einer Wiese am Anspannberg ein neues Grundstück erschlossen. Sieben Bäume wurden dort gesetzt.

Die Birnbäume für Nele Assenmacher und Paulina Sieland wachsen nun bei Weißenhasel an einem Feld am sogenannten Weinberg. In den kommenden Monaten werden die Eltern ab und an nach dem Rechten sehen und den jungen Bäumen Wasser geben, damit sie gut gedeihen.

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