Polizei sucht Zeugen

Großeinsatz der Feuerwehren bei Obergude: Brandstifter zündet 200 Strohballen an

Kräftezehrender Einsatz: Die Feuerwehren aus Alheim und Rotenburg schafften es, den Brand der 200 Strohballen unter Kontrolle zu bekommen.
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Kräftezehrender Einsatz: Die Feuerwehren aus Alheim und Rotenburg schafften es, den Brand der 200 Strohballen unter Kontrolle zu bekommen.

Zu einem kräftezehrenden Großeinsatz mussten die Feuerwehren aus Alheim und Rotenburg und das THW in der Nacht zu Sonntag um kurz nach 1 Uhr ausrücken.

Obergude - Auf einem Feld etwa 150 Meter vom Alheimer Ortsteil Obergude entfernt brannten 200 große Strohballen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Als die Alheimer Feuerwehren anrückten, brannten die Rundballen bereits lichterloh. „Um ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Wiesen und einen Schuppen zu verhindern, haben wir den Brand zunächst massiv mit Wasser gelöscht“, berichtet Alheims Gemeindebrandinspektor Bernd Hildebrand. Die Feuerwehrleute hatten Erfolg und konnten ein Übergreifen der Flammen verhindern. Auch einen Schuppen, der nur wenige Meter neben den brennenden Ballen steht, konnten sie retten. Die 200 Rundballen lagerten auf dem Feld in drei längeren „Päckchen“. Der Abstand dazwischen betrug etwa 1,50 Meter.

Teleskop-Radlader im Einsatz

„Um den Brand effektiv bekämpfen zu können, wurden auch die Tanklöschfahrzeuge aus Rotenburg alarmiert“, berichtet Hildebrand. Später wurde auch das Technische Hilfswerk (THW) hinzugezogen: Aus Bad Hersfeld kamen die Einsatzkräfte mit einem Radlader, aus Homberg mit einem Teleskop-Radlader. Auch am Sonntagvormittag waren sie noch im Einsatz, um die Rundballen auf einer großen Wiese auseinanderzuziehen, damit die Feuerwehr die einzelnen Glutnester löschen konnte.

Feuerwehr tauschte Besatzung aus

„Der Einsatz war so kräftezehrend, dass wir einen Teil der Besatzung schon ausgetauscht haben“, berichtete Hildebrand am Sonntagmittag. Bis auf Licherode waren in der Nacht alle Alheimer Wehren vor Ort. Licherode wollte man in der Rückhand behalten, um Personal für einen weiteren Austausch der Einsatzkräfte im Laufe des Sonntags zu haben. „Bei dieser Hitze muss man mit allem rechnen. Die Sonne und die Hitze machen auch uns zu schaffen“, betonte Hildebrand am Sonntagmittag. „Die Leute sind fix und fertig.“ Feuerwehr und THW waren noch den ganzen Sonntag vor Ort im Einsatz, um sicherzugehen, dass das Feuer auch wirklich aus ist. Für die Nacht auf Montag war eine Brandwache geplant.

Feuerwehr hat Hinweise auf Brandstiftung

Die Feuerwehren waren in der Nacht mit etwa 90 Einsatzkräften vor Ort, am Sonntagmittag waren es noch 45. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. „Nach Hinweisen der Feuerwehr und dem Verlauf des Brandgeschehens, ist von einer Brandstiftung auszugehen“, berichtet die Rotenburger Polizei. Sie schätzt den Sachschaden auf etwa 5000 Euro. Die Polizei bitten mögliche Zeugen um Hinweise unter Telefon 06623/9370. (Von René Dupont)

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