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Alheim: Kontroverse Debatte um Personalführung

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Von: Daniel Göbel

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Jochen Schmidt, Jörg Freitag, Dieter Schönborn, Edith Gipper
Jochen Schmidt, Jörg Freitag, Dieter Schönborn, Edith Gipper © Christopher Ziermann/Carolin Eberth/Kollage: Lea-Sophie Mollus

Fraktionen beklagen im Gemeindeparlament Probleme in der Gemeindeverwaltung – Bürgermeister dementiert.

Alheim – Weil kürzlich eine langjährige und wichtige Mitarbeiterin der Alheimer Gemeindeverwaltung ihren Arbeitsvertrag gekündigt hat, wurde das Thema Personalführung am Dienstagabend im Gemeindeparlament kontrovers diskutiert.

Die Fraktionsvorsitzenden von SPD, CDU und B90/Grüne – Jörg Freitag, Dieter Schönborn und Edith Gipper – hatten das Thema per Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung gebracht und Bürgermeister Jochen Schmidt (parteilos) mit Fragen konfrontiert, zu denen er in Teilen Stellung bezog.

Große Unzufriedenheit seitens der Belegschaft

In dem Antrag heißt es, dass eine große Unzufriedenheit seitens der Belegschaft der Gemeinde Alheim bestünde. Mitarbeiter der Verwaltung würden sich verzweifelt an politische Mandatsträger wenden. Kritisiert würde dabei stets die Führung der Verwaltung. Zudem seien auch die Kindertagesstätten in der Gemeinde betroffen. Hier herrsche Personalmangel, während in der Verwaltung mehrere Renteneintritte anstünden.

Bürgermeister Jochen Schmidt widersprach dieser Darstellung. Unter dem Personal in den Kitas herrsche Zufriedenheit trotz einer hohen Arbeitsbelastung, wie der Bad Hersfelder aus Gesprächen mit den Erzieherinnen wisse. Darüber hinaus seien ihm keine Gespräche bekannt, in denen Mitarbeiter der Gemeinde Unzufriedenheit äußerten. „Mit Andeutungen kann ich nichts anfangen. Uns liegen keine Beschwerden seitens der Belegschaft vor.

Mir ist auch nicht bekannt, dass die Kündigung der Mitarbeiterin auf meine Kappe geht“, erklärte Schmidt. Die Verwaltung überlege aktuell, wie die Stelle neu besetzt werden kann. Infrage kämen sowohl interne als auch externe Bewerber. Deutliche Kritik übte der Bürgermeister am Vorgehen von SPD, CDU und Grünen. „Uns liegen Informationen vor, dass Mitarbeiter gezielt über ihre Arbeit ausgefragt worden sind. Das ist absolut unredlich.“

Die Debatte wurde schließlich abgebrochen

Der Streit konnte am Dienstagabend nicht aufgelöst werden. „Hier herrscht eine Diskrepanz in der Wahrnehmung. Uns wurde definitiv zugetragen, dass es in der Belegschaft brodelt, während der Bürgermeister erklärt, es sei alles in Ordnung. Das lässt sich nicht auflösen, aber es scheint irgendwo ein Problem in der Verwaltung zu herrschen“, so CDU-Fraktionschef Jörg Schönborn.

Die Debatte wurde nach einem Redebeitrag von Heinz Schneider (SPD) abgebrochen. Er beantragte ein Ende der Debatte, da das Parlament in den Personalfindungsprozess eingreifen würde. Stattdessen sei die Debatte eher im Gemeindevorstand angebracht. (Daniel Göbel)

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