70.555 Euro Überschuss im Haushaltsentwurf für 2016

Alheim hat das Loch im Haushalt gestopft

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Braucht eine neue Garage: Das Feuerwehrgerätehaus in Baumbach muss erweitert werden, weil voraussichtlich 2017 ein neues Löschgruppenfahrzeug kommt. Viele große Investitionen der Gemeinde Alheim fließen in die Modernisierung der Ausstattung der Feuerwehren. 

Alheim. Gute Nachrichten hatte Bürgermeister Georg Lüdtke (SPD) in der Gemeindevertretung: Der Haushaltsentwurf für 2016 weist einen Überschuss von 70.555 Euro aus.

Damit ist der Haushaltsausgleich ein Jahr früher geschafft als erwartet. Der Haushalt im Schnellcheck:

Dank

„Dass wir dieses hohe Ziel innerhalb kurzer Zeit geschafft haben, ist spitze. Und es ist gut so, dass wir als Dienstleister gegenüber den Bürgern auftreten und nicht als Gemeindeverwalter“, sagte Lüdtke zufrieden. Knapp zwei Wochen vor der Wahl bezog er alle Seiten in seinen Dank ein: die Gemeindevertreter aller Parteien, die Gemeindeverwaltung, die Ortsbeiräte, die spendenfreudigen Vereine und natürlich die Bürger. Denn sie haben unter anderem mit der auf 500 Punkte erhöhten Grundsteuer dafür gesorgt, dass die Gemeinde mehr Geld einnimmt.

Gespart

Es wurde aber auch eingespart: Die Personalkosten sind um 214 532 Euro gesunken - etwa ein Zehntel der gesamten Personalkosten. Das liegt daran, dass vier Mitarbeiter in den Verwaltungszweckverband Alheimer mit der Stadt Rotenburg überführt werden sollen.

Florierende Wirtschaft

Zum guten Ergebnis tragen auch die Alheimer Unternehmen bei. Stolz berichtete Lüdtke, dass die Gemeinde im vergangenen Jahr 785 000 Euro an Gewerbesteuer eingenommen hat - veranschlagt waren 400 000 Euro. Diesmal rechnet er mit 650.000 Euro.

Besonders erfreulich sei, dass das eine positive Entwicklung der gesamten lokalen Wirtschaft sei: „Die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde sind nicht vom Wohlergehen eines Betriebes abhängig.“ Der Gemeindehaushalt war auch durch die Krise der Solarbranche und den Wegbruch der Gewerbesteuer von Kirchner Solar ins Defizit geraten, das nun wieder ausgeglichen ist.

Die Kindergärten

Vor 30 Jahren waren die Kindergärten für etwa 13 Prozent der Personalkosten der Gemeinde verantwortlich, erinnerte der Fachdienstleiter Finanzen, Manfred Eifert. Inzwischen liegt der Anteil bei 45 Prozent - Tendenz steigend, sagte Lüdtke. Die Kitas machen auch 2016 wieder ein Defizit von 773.112 Euro, das aus anderen Bereichen aufgefangen werden muss. Bei einer Kostendeckung von nur 15,7 Prozent legt die Gemeinde bei jedem Kind pro Monat 332 Euro drauf. Dafür gebe es aber einen hohen Qualitätsstandard und eine umfangreiche Betreuung der Kinder.

Kein Dank ans Land

Der neue Kommunale Finanzausgleich (KFA) hat laut Lüdtke hingegen keinen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung geleistet. „Dieses Modell des KFA hat eine klare Stadtprägung und bevorteilt die Schutzschirmkommunen“, klagte er und erneuerte seine Kritik, dass den Kommunen das Geld für die Bewältigung der Pflichtaufgaben fehle.

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