Gasthaus bald Geschichte

Alheim macht Platz für neues Pflege- und Wohnheim

+
Die Tage des ehemaligen Gasthauses Wiegand an der Heinebacher Borngasse sind gezählt: Die Gemeinde wird in Kürze das leerstehende Gebäude aufkaufen und abreißen lassen. Dadurch soll Platz für ein Wohn- oder Pflegeheim entstehen.

Heinebach. Die Pläne für ein Wohn- oder Pflegeheims in Heinebachs Ortskern werden immer konkreter. In Kürze will die Gemeinde Alheim das ehemalige Gasthaus Wiegand an der Borngasse aufkaufen und abreißen lassen.

Das teilt Bürgermeister Georg Lüdtke mit. Es habe kürzlich einvernehmliche Gespräche mit dem Eigentümer gegeben. Den Weg für Aufkauf und Abriss bereitete ein Beschluss in der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Da entschieden die Parlamentarier, dass für den Erwerb von mehreren Grundstücken im Planungsgebiet 1 insgesamt 150.000 Euro im Gemeindehaushalt bereitgestellt werden sollen. Es handelt sich dabei um etwa 3000 Quadratmeter mit insgesamt drei Objekten, darunter das ehemalige Gasthaus.

„Es hat sich gezeigt, dass mögliche Investoren eher an einer freiliegenden Baufläche interessiert sind“, erklärt Heinrich Wacker vom gemeinsamen Baumanagement Rotenburg-Alheim. Im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde zusätzlich noch den Plan gehabt, neben der Fläche 1 ein weiteres Baugebiet bereitzustellen. Es sollten 5000 Quadratmeter aufgekauft werden, damit dort Wohnungen gebaut werden können. Der Großteil der Grundstücksbesitzer war jedoch gegen den Verkauf ihrer Flächen. Der Plan der Gemeinde scheiterte, vorerst. Denn die Idee eines angrenzenden Baugebiets wurde nicht ganz aufgegeben.

Das Gebäude soll auf dem als Teil 1 markierten Gebiet entstehen. Dafür wird in Kürze das ehemalige Gasthaus Wiegand (rote 1) angekauft und abgerissen. Auf der als Teil 2 ausgezeichneten Fläche plant die Gemeinde ein Baugebiet für Wohnungen bereitzustellen.

Von den 5000 Quadratmetern will die Gemeinde nun knapp 2000 Quadratmeter ankaufen. Die betroffenen Eigentümer zeigten in ersten Gesprächen grundsätzliche Bereitschaft, ihre Grundstücke zur Verfügung zu stellen, berichtet Georg Lüdtke. Die Bebauung des zweiten Teils mit Wohnungen soll als Ergänzung zum Wohn- oder Pflegeheim dienen.

Mit dem Ankauf von Grundstücken, Abriss von Gebäuden und Vorbereitung baureifer Flächen verfolgt Alheim ein Ziel: Die Verdichtung von Heinebachs Innerortskern. Was das heißt? Die Gemeinde wünscht sich mehr Einwohner, und um diese anzulocken, will sie Wohnraum bereitstellen. Momentan kratzt Alheim an der 5000-Einwohner-Grenze. Die Gefahr, unter diese Marke zu geraten, sei groß und die Folgen für Alheim gravierend. Die Gemeinde würde vom Land weniger Geld zugewiesen bekommen. Dabei handelt es sich laut Lüdtke um einen sechsstelligen Betrag.

Also nehme die Gemeinde Geld in die Hand und investiere in ihre eigene Zukunft, mit der Hoffnung, Investoren und neue Bürger zu gewinnen. „Dass die Gemeinde diese Vorarbeit leistet – beweist großen Mut“, lobt Wacker Alheims Anstrengungen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.