Bereits zur nachhaltigsten Gemeinde in Deutschland gekürt

Alheims Lebensaufgabe: Pflicht zur Nachhaltigkeit jetzt auch in Hauptsatzung verankert

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Seit Jahren im Bereich erneuerbare Energie engagiert: Die Gemeinde Alheim mit dem Unternehmen Kirchner Solar Group in Heinebach (Bild). Jetzt ist die Verpflichtung zur Nachhaltigkeit auch in die Hauptsatzung der Gemeinde aufgenommen worden.

Alheim. Nachhaltigkeit wird in der Gemeinde Alheim ganz groß geschrieben. Jetzt haben sich die Gemeindevertreter dazu entschieden, Klima- und Umweltschutz sowie nachhaltige Bildung in die Satzung aufzunehmen.

Die Gemeinde Alheim nimmt die Nachhaltigkeit sehr ernst, kein Wunder also, dass sie im vergangenen Jahr zur nachhaltigsten Gemeinde in Deutschland gekürt wurde. Doch das reicht Alheim noch lange nicht. Jetzt haben die Gemeindevertreter in der jüngsten Sitzung die Hauptsatzung erneuert und etwas Entscheidendes hinzugefügt: Die Verpflichtung der Gemeinde zu Klimaschutz, Umweltverträglichkeit und nachhaltiger Bildung.

Die Präambel steht zu Beginn der Satzung und orientiert sich an den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung, die die Vereinten Nationen 2015 verabschiedet haben. Dazu zählt Armut beenden, Zugang zu bezahlbarer, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie ermöglichen sowie die Bekämpfung des Klimawandels, um drei der insgesamt 17 Ziele zu nennen.

Letzteres entspricht auch der Charta der 100 Kommunen für den Klimaschutz, die 2009 vom Land Hessen aufgesetzt wurde. Auch dort ist Alheim vertreten. Aber damit ist es längst noch nicht getan.

Nachhaltigkeit ist in der Gemeinde auch seit 2015 in den ZuBRA-Regionen 2030 + ein wichtiges Thema. Damals verpflichtete sich die Gemeinde dazu, bei den Ausarbeitungen zur ZuBRA-Region Konzepte zu dem Thema „Bildungsregion für nachhaltige Entwicklung“ zu erstellen. Doch nicht nur die Nachhaltigkeit steht in der neuen Präambel der Hauptsatzung im Vordergrund, sondern auch die Bürgerbeteiligung. So heißt es: „Die Entscheidungen der Gemeinde und die Beschlüsse ihrer Organe sollen ökonomische, ökologische und soziale Aspekte einer nachhaltigen Gemeindeentwicklung berücksichtigen. Eine Bürgerbeteiligung im Vorfeld wichtiger Entscheidungen der Gemeindeentwicklung ist anzustreben.“

Bürgermeister Georg Lüdtke begrüßt die Einbringung der Präambel und ist auch stolz darauf. Seit bald 20 Jahren als Bürgermeister kämpft er für ein stärkeres Bewusstsein gegenüber Nachhaltigkeit, Klima und Umwelt.

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