Alles neu, aber erst in 5 Jahren

Unfallpunkt bei Baumbach: Hessen Mobil will B83-Kreuzung umbauen

Unfallschwerpunkt Baumbach: An der B83-Kreuzung kommt es oft zu Zusammenstößen. Dieser ereignete sich im Juli 2020.
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Unfallschwerpunkt Baumbach: An der B83-Kreuzung kommt es oft zu Zusammenstößen. Dieser ereignete sich im Juli 2020.

Immer wieder kommt es auf der B 83 an der Kreuzung beim Baumbacher Bahnübergang zu Unfällen.

Baumbach - Zuletzt war das vor zehn Tagen der Fall, mit drei Schwerverletzten. Nun kündigt die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil auf Nachfrage unserer Zeitung großflächige Umbauten an der Kreuzung an. Die können aber voraussichtlich erst in etwa fünf Jahren umgesetzt werden.

Der Knotenpunkt, an dem die Bundesstraße zwischen Rotenburg und Heinebach sowie die Landesstraße zwischen Baumbach und Hergershausen aufeinandertreffen, soll Abbiegespuren und Verkehrsinseln bekommen. Aus Richtung Rotenburg kommend soll die Spur 40 Meter und auf der anderen Seite 20 Meter lang sein. Zusätzlich soll es auf der Seite, also aus Richtung Heinebach kommend, auch eine 40 Meter lange Rechtsabbiegerspur geben – damit bei geschlossenem Bahnübergang kein Rückstau entsteht. „Das wird ein Knotenpunkt moderner Form“, sagt Peter Wöbbeking, der bei der Behörde regionaler Bevollmächtigter für Osthessen ist.

Die Kreuzung aus Richtung Rotenburg fotografiert.

Der Ausbau der Kreuzung ist Teil eines großen Pakets, das auch den Neubau einer Fuldabrücke (inklusive Radweg) ein Stück nördlich der derzeitigen Brücke und die Erneuerung der Straße von der Brücke bis zum Baumbacher Ortseingang beinhaltet. „Weil auch der Bahnübergang betroffen ist, muss ein Planfeststellungsverfahren erstellt werden. Deswegen werden wohl noch einige Jahre ins Land gehen. Ich hoffe, dass wir Mitte des Jahrzehnts beginnen können“, sagt Wöbbeking. Bei der derzeit stark ramponierten Straße bis zum Ortseingang seien auch Hochwasseruntersuchungen erforderlich. Die Gemeinde Alheim strebt dort nach den Plänen des Landschaftsplaners Heinrich Wacker eine großflächige Renaturierung an, die unter anderem die Verlegung des Fuldabettes beinhaltet – wir berichteten.

Die Fuldabrücke in Baumbach soll ersetzt werden. Die neue Brücke soll, anders als die derzeitige, einen Radweg bekommen. Derzeit müssen Radfahrer hier die Straße nutzen. Das gilt, außer unmittelbar auf der Brücke, auch für Fußgänger.

Der Zustand der Straße kurz vor Baumbach, der große Schlaglöcher aufweist, werde in der Zwischenzeit aber kontinuierlich überprüft – die Verkehrssicherheit müsse selbstverständlich gewährleistet sein.

Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke drängt vor allem in Bezug auf die Kreuzung, die offiziell als Unfallhäufungsstelle ausgewiesen ist, auf eine kurzfristigere Lösung in den kommenden ein bis zwei Jahren, sagt er auf Anfrage unserer Zeitung. Laut Polizeipräsidium Osthessen haben sich dort in den vergangenen fünf Jahren zwölf Unfälle ereignet, achtmal mit Verletzten. Grund seien meist Vorfahrtsverstöße und ungenügender Sicherheitsabstand gewesen, so Polizeisprecher Patrick Bug.

Die Straße zwischen Fuldabrücke und Ortseingang Baumbach hat große Schlaglöcher.

Als „Unfallhäufungsstelle“ wurde die Kreuzung laut Bug bereits 2015 eingestuft. Sie ist mit Stop-Schildern versehen, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 70 km/h. Ob schon vor einem Umbau der Kreuzung weitere Möglichkeiten für mehr Verkehrssicherheit ausgeschöpft werden, entscheidet die Unfallkommission. Sie besteht aus dem Fachdienst Straßenverkehr des Landkreises sowie Hessen Mobil und Polizei. Den Vorsitz hat Landrat Dr. Michael Koch. Laut Kreis-Sprecherin Jasmin Krenz war die Kreuzung schon in der Vergangenheit Thema bei der Unfallkommission. Auch beim nächsten Termin des Gremiums werde darüber beraten.

Hier liegt die Kreuzung

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