Bürgermeister will unterstützen

Angst um Kinder und Alte: Niederellenbacher fordern Tempo 30

Setzen sich für eine Geschwindigkeitsbegrenzung und Fußgängerüberwege in Niederellenbach ein: Ortsvorsteher Wolfgang Gaber (Zweiter von links) hat bei einem Ortstermin an der Heinebacher Straße über 180 Unterschriften an Bürgermeister Georg Lüdtke (links) übergeben. Mit dabei waren (von links) Henrietta Michaelis mit Sohn Matheo, der stellvertretende Ortsvorsteher Klaus Fischer, Irmgard Winkelnkemper, Björn Stegelmann mit Sohn Vincent Meyer, Ursula Hiegemann und Doreen Meyer. Fotos: Janz

Niederellenbach. Die Niederellenbacher haben genug davon, dass Autos mit hohem Tempo durch ihren Ort fahren. Deshalb haben sie die Gemeinde gebeten, im Ort Tempo 30 einzurichten.

„Es muss sich etwas ändern“, sagt Wolfgang Gaber. Niederellenbachs Ortsvorsteher sorgt sich um die Sicherheit der Einwohner, vor allem der Kinder und älteren Mitbürger. Denn auf den Durchgangsstraßen sind viele Autos sehr schnell unterwegs - für Gaber zu schnell.

Deshalb fordert der Ortsbeirat, dass auf der Heinebacher Staße, der Konnefelder Straße und Am Holzgraben Tempo 30 gelten soll. Außerdem schlägt das Gremium vor, rund um die zentrale Kreuzung vier Zebrastreifen anzulegen, damit Fußgänger die Kreisstraßen sicher überqueren können.

Vielleicht lassen sich nicht alle Wünsche umsetzen, aber Gaber und die übrigen Mitglieder des Ortsbeirats hoffen auf ein Einsehen der zuständigen Stellen: „Wir wollen wenigstens etwas erreichen.“

Mehr als 180 sind dafür 

Dass die Mehrheit der Niederellenbacher die Forderung unterstützen, zeigt eine Unterschriftensammlung: 180 Menschen haben unterzeichnet. In Niederellenbach leben 280 Wahlberechtigte. „Es findet ein Umdenken statt“, beobachtet Irmgard Winkelnkemper, die sich freut, dass gerade junge Menschen den Vorschlag stützen.

Die machen sich nämlich Sorgen um ihre Kinder, wie die Familien Michaelis und Meyer/Stegelmann erzählen. Sie haben elf und 15 Monate alte Söhne und wohnen vis-à-vis des Holzgrabens, hinter der unübersichtlichen Linkskurve am Ortseingang. „Wenn die beiden älter sind und sich besuchen wollen, ist das hier ganz schön gefährlich“, sagt Doreen Meyer, „die donnern mit einem Affentempo um die Kurve.“

Berechtigte Beschwerden 

Bürgermeister Georg Lüdtke hat schon seine Unterstützung signalisiert. „Die Beschwerden sind ja berechtigt“, sagt Lüdtke und verweist darauf, dass wegen der Beschränkung der Baumbacher Fuldabrücke auf 30 Tonnen auch Schwerlastverkehr durch Niederellenbach fährt. Die Erfahrung aus vielen Geschwindigkeitskontrollen habe gezeigt, dass eigentlich überall zu schnell gefahren werde.

Lüdtke will den Vorschlag im Gemeindevorstand diskutieren und dann die zuständigen Behörden einladen. Der Bürgermeister ist zuversichtlich, dass sich etwas machen lässt: „In der heutigen Zeit haben solche Anträge, auf Tempo 30 zu gehen, eine andere Bedeutung als noch vor ein paar Jahren.“ Schwieriger könnte es mit den Fußgängerüberwegen werden, für die es strengere Vorgaben gebe.

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