Bäume ärgern Anwohner in Heinebach: Gefahr und Dreck durch Birken & Co.

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Macht sich Sorgen um die Sicherheit der spielenden Kinder im Gemeindepark Hessenallee: Jürgen Reuter wohnt direkt neben dem Park. Außerdem hat er mit dem Laubfall der Birken und der Lärche vor seiner Haustür zu kämpfen.

Heinebach. Der Gemeindepark Hessenallee in Heinebach bietet Kindern viel Platz zum Spielen. Doch einigen Anwohnern sind die Bäume im Park ein Dorn im Auge: Sie seien eine Gefahr und machten Dreck.

Laut Anlieger würden die Bäume durch abbrechende Äste ein Sicherheitsrisiko darstellen. Außerdem verschmutze das Laub, das von den Birken und der Lärche herabfällt, die Grundstücke.

Das Laub

„Seit Jahren geht das schon so“, erklärt Jürgen Reuter. „Immer sind die Dachrinnen mit Laub verstopft, durch die Fallrohre kommt das Regenwasser nicht mehr durch, die Straßen sowie Dachziegel sind voll mit den Nadeln der Lärche und den Samen der Birken“, schildert der 59-jährige Diplom-Ingenieur das ganze Ausmaß. Die Lebensqualität leide sehr darunter.

Die Bäume

Mit Laub verstopfte Dachrinnen

Doch was Reuter und die anderen Anwohner der Straße noch mehr ärgert, ist die Gefahr, die von herabstürzenden Ästen ausgeht - vor allem für Kinder, die auf dem Spielplatz herumtoben. „Die Stürme haben in den vergangenen Jahren zugenommen, die mehr als 50 Jahre alten Birken und die Lärche sind dem nicht mehr gewachsen“, sagt Reuter. Dazu habe er auch schon Expertenmeinungen eingeholt.

Die Beschwerden

Abbrechende Äste

Die Familien Reuter, Nickel, Möller, Roth, Brall sowie Erna Inacker und weitere Anwohner, die nicht genannt werden möchten, sind einer Meinung: Die Gemeinde habe versäumt, die Bäume in den vergangenen Jahren regelmäßig zu stutzen. Jetzt hätten die Birken und auch die Lärche eine Höhe erreicht, die gefährlich werden könnte - und wodurch das Laub und die Samen über den gesamten Straßenzug verteilt würden.

„Seit sechs Jahren schreiben wir der Gemeinde Briefe und weisen darauf hin“, sagt Reuter. Er hat sein Haus 1989 auf dem Grundstück neben dem Park gebaut. Allerdings wurden die Hinweise laut Reuter bisher jedes Mal abgewiegelt. Sollte ein Baum umfallen, auf Haus oder Garage, hätte die Gemeinde eine Versicherung. Das soll eine der Antworten gewesen sein.

Verschmutzte Wege

Besonders riskant wurde es im vergangenen Jahr, als ein abgebrochener Ast runterzufallen drohte (Bild 2 unten). Erst durch den Hinweis der Anwohner entfernten Mitarbeiter des Bauhofs den Ast.

Die Forderung

Volle Dachpfannen

„Das kann’s doch nicht sein“, schimpft Reuter. Die Gemeinde habe eine Fürsorgepflicht und sollte den Park öfter kontrollieren und manche Bäume ganz entfernen. Eine Begehung von Fachleuten der Gemeinde geschehe aber seines Wissens nach nur einmal im Jahr. „Absolut unzureichend“ ist das in den Augen des 59-Jährigen und seiner Nachbarn.

Das sagt Bürgermeister Georg Lüdtke

Die Sicherheit ist immer gewährleistet

Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke weiß von den Diskussionen um den Gemeindepark Hessenallee in Heinebach. Doch die von Jürgen Reuter und den Anwohnern vorgetragenen Vorwürfe weisen er und Jürgen Moritz vom Alheimer Ordnungsamt strikt zurück. 

Nach jedem Winter nehmen Fachleute den Gemeindepark in Augenschein und stutzen geschädigte Bäume oder nehmen sie ganz raus. Die Gemeinde gehe damit ihren Verpflichtungen durchaus nach. Eltern und Kinder seien mit dem Park sehr zufrieden, Beschwerden über die Bäume habe es von dieser Seite nicht gegeben. 

Was Laub und Lärchennadeln angeht, ist es gesetzlich so geregelt, dass derjenige das Laub entsorgen muss muss, auf dessen Grundstück es fällt. Wer also sein Haus an einem Park baue, der müsse mit sowas rechnen.

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