Mitreißender Liederabend

Friedenskonzert mit Shiregreen in der Oberellenbacher Kirche

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Lieder für den Frieden: Das Konzert mit Shiregreen in der Oberellenbacher Kirche zog viele Besucher an.

Oberellenbach. „Es ist schon wieder Weltfriedenstag, aber leider ist immer noch kein Frieden.“Was folgte, war ein mitreißender Konzertabend mit Friedensliedern aus aller Welt.

Klaus Adamaschek und seine Band Shiregreen sang vor 170 Zuschauerin in der Kirche in Alheim-Oberellenbach für eine friedlichere Welt.

Eingeladen zum Konzertabend hatte die Evangelische Johanneskirchengemeinde Alheim. „Wir wollen mit dieser Veranstaltung ein Zeichen für Frieden setzen, und wir wollen gemeinsam lauschen, singen und nachdenken“, sagte Pfarrer Dirk Kroker in seiner Begrüßung. Überwältigt zeigte er sich von der großen Resonanz. „Die Kirche ist ja noch voller als zu Weihnachten,“ so Dirk Kroker augenzwinkernd.

Berührende Lieder aus der Feder des Sängers

Die Basis des Konzertes waren die berührenden Lieder aus der Feder von Klaus Adamaschek, in denen er zum Beispiel mit rechter Deutschtümelei und Fremdenhass abrechnete oder seine eigene Variation des alten Themas „Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin“ präsentierte. Hinzu kamen Interpretationen von Liedern großer Songwriter wie „Streets of London“ von Ralph McTell oder „Here’s to you“ von Joan Baez.

Begleitet wurde Adamaschek von der 24-jährigen Sängerin Marisa Linß, deren glockenklare Sopranstimme in der hervorragenden Kirchenakustik wunderbar zur Geltung kam, und dem 35-jährigen Paul Adamaschek am Bass und am Piano, der das Publikum auch mit seinem Solo-Stück „Wenn unsere Brüder kommen“ von Konstantin Wecker tief beeindruckte. Marisa Linß und Paul Adamaschek treten unter dem Namen „Triade“ auch als Duo auf und gaben mit „Halleluja“ von Leonard Cohen und „Imagine“ von John Lennon zwei Kostproben aus ihrem Programm.

Pfarrer an der Gitarre

Schließlich griff Pfarrer Dirk Kroker selbst zur Gitarre. Gemeinsam wurden Klassiker wie „Bella Ciao“ und „We shall overcome“ angestimmt. Die Zuhörer bedankten sich mit stehenden Ovationen, und Pfarrer Dirk Kroker konnte seinen Schlusssegen erst nach drei Zugaben sprechen.

Harmonisch eingebettet waren in das Konzert sehr persönliche Denkanstöße zum Thema Frieden, aber auch zur aktuellen politischen Lage.

Im Anschluss an das Benefizkonzert wurden Spenden für die Arbeit der Flüchtlingshilfen in Alheim und Rotenburg gesammelt. Das Geld soll für konkrete Projekte eingesetzt werden, wie zum Beispiel das Café International in Rotenburg, dessen Arbeit Mitinitiatorin Biggi Stein kurz vorstellte. Die Veranstalter bedanken sich für die sehr großzügigen Spenden.

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