Probleme mit Zufuhrtrasse zur Vodafone-Station

Nun doch: Nach 13 Tagen Ausfall funktioniert Mobilfunk im Gudegrund wieder

Fast zwei Wochen lang konnte man im Gudegrund mit Handys nicht telefonieren. Nun wurde das Problem, entgegen vorheriger Informationen, kurzfristig behoben.

13 Tage lang funktionierte der Mobilfunk im Gudegrund nicht. Unser Foto zeigt Niedergudes Ortsvorsteher Gerhard Anacker vor der Kirche.

Noch am Dienstagabend sagte die Telekom auf Nachfrage, ein Ende der Leitungsstörungen sei nicht absehbar, da schon zur Feststellung des Problems an der Glasfaserleitung Tiefbauarbeiten notwendig seien. Wann diese beginnen könnten, „hängt von gegebenenfalls notwendigen Genehmigungen und Kapazitäten beim Tiefbauer ab".

Am Mittwochvormittag hieß es dann aus der Telekom-Pressestelle, die Tiefbauarbeiten seien bereits durchgeführt worden. Störungsursache war demnach ein Zwischenverstärker am Kabel. Das Problem ist nun behoben, das Mobilfunknetz funktioniert wieder. Bürgermeister Georg Lüdtke hatte sich mit einer Beschwerde direkt an das Hessische Ministerium für Digitales gewandt. „Mobilfunk gehört zur Grundversorgung. Der Zustand ist unhaltbar", sagte er am Dienstag.

In der Dienstagsausgabe unserer Zeitung berichteten wir Folgendes:

Schon seit zwölf Tagen kann man in Obergude, Niedergude und Erdpenhausen mit dem Handy nicht mehr telefonieren. Das prangert der Niederguder Ortsvorsteher Gerhard Anacker an. „Das wirkt sich stark auf unseren Alltag aus“, sagt er.

Das fange bei kleinen alltäglichen Dingen an: Vor zwei Tagen stellte Anacker einen Weidezaun für seine Muterkuhherde auf und hatte zwei Pfähle zu wenig dabei. „Normalerweise kann ich dann zuhause anrufen und es kann kurz jemand kommen. So musste ich wegen einer Kleinigkeit selbst nochmal zum Haus zurückfahren“, erzählt Anacker. Für Vollerwerbslandwirte sei das eine ernsthafte Einschränkung. Ein handfestes Ärgernis ist das fehlende Mobilfunknetz auch für die vielen Gudegrunder, die derzeit wegen Corona im Homeoffice sind. Die benutzen für Dienstgespräche in der Regel das Handy, meint Anacker. „Es will ja nicht jeder seine private Festnetznummer rausgeben.“

Vodafone ist der einzige Netzbetreiber, der Erdpenhausen, Niedergude und Obergude abdeckt. Dort bemühte sich der Ortsvorsteher vergeblich darum, über eine Servicetelefonnummer zuständige Mitarbeiter zu erreichen. Sein Mobilfunkanbieter Debitel, der das Vodafone-Netz nutzt, konnte ihm auch nicht helfen. Der Funkmast ist in Sichtweite von Anackers Haus – dort hat er bislang noch keine Techniker gesehen, die mit Wartungsarbeiten beschäftigt gewesen wären.

Laut Vodafone-Pressesprecher Volker Petendorf ist das auch nicht nötig. Das Problem sei die Glasfaserleitung, die den Mast an das Kommunikationsnetz anbinde. Diese Leitung hat Vodafone bei der Telekom gemietet. „Diese Zufuhrstrecke ist seit dem 3. Juli gestört“, bestätigt Petendorf. Vodafone habe die Telekom sofort nach Bekanntwerden der Störung damit beauftragt, das Problem zu beheben. Zuletzt habe man am gestrigen Montag darauf hingewiesen, so Vodafone.

„Nach unseren Informationen arbeitet der Telekom-Fieldservice aktuell mit Hochdruck an der Beseitigung des Anbindungsfehlers. Wir bitten die betroffenen Mobilfunkkunden bis dahin noch um etwas Geduld und um Entschuldigung für ihre vorübergehenden Unannehmlichkeiten.“ Man sei sich bewusst, dass es sich nicht nur um die Wiederherstellung einer zerstörten Zufuhrtrasse handele, sondern um Kunden, die klare Kommunikationsbedürfnisse haben und den Anschluss an das Mobilfunknetz wünschen und benötigen – etwa auch die örtliche Feuerwehr. Betroffen seien 400 Kunden.

Rubriklistenbild: © Christopher Ziermann

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