Für die Gaststätte wird ein Käufer gesucht

Der Gänsemarkt in Heinebach bleibt: Gerüchte sind falsch

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Hat nicht vor, die Gaststätte „Am Gänsemarkt“ aufzugeben: Gastwirt Wolfgang Viereckt betreibt das Lokal seit bald 19 Jahren. Schließen will er nicht, aber er sucht seit Jahren nach einem neuen Käufer.

Heinebach. Die Gaststätte „Am Gänsemarkt" im Alheimer Ortsteil Heinebach schließt nicht. Gerüchte, die sich in den vergangenen Tagen um eine Schließung rankten, seien nicht richtig.

Heinebach. Die Gaststätte „Am Gänsemarkt" im Alheimer Ortsteil Heinebach schließt nicht. Gerüchte, die sich in den vergangenen Tagen um eine Schließung rankten, seien nicht richtig.

Das sagt „Am Gänsemarkt“-Betreiber Wolfang Viereckt. Wahr sei aber, dass er einen Käufer für sein Lokal sucht.

„Im Januar werden es 19 Jahre, in denen ich den Gänsemarkt schon betreibe“, berichtet Viereckt. Mittlerweile sei es an der Zeit, die Weichen für den Ruhestand zu stellen. Und das habe er mit einer Verkaufsanzeige im Internet gemacht. Allerdings schon vor fünf Jahren. Die Rückmeldungen seien aber dürftig ausgefallen. Dass er jetzt das Lokal schließen möchte, weil sich kein Käufer findet, das kommt für den 64-Jährigen auf keinen Fall in Frage: „Dafür liebe ich den Job und die Gaststätte zu sehr.“

Dass er durch und durch Gastwirt ist, das merkt man Viereckt gleich an. Durch „Learning by doing“ (Lernen durch Handeln), wie seine Frau Anni es erklärt, habe sich der gebürtige Kasselaner das Kochen und das Führen einer Gaststätte selbst beigebracht. „Unzählige Kochkurse habe ich besucht, noch mehr Kochbücher gelesen und sogar mit Profi-Köchen wie Tim Mälzer und Stefan Marquard am Herd gestanden“, beschreibt Viereckt den Prozess nach dem Kauf der Gaststätte vor fast 20 Jahren.

Damals sei er der Liebe wegen nach Alheim gezogen. Zusammen mit Frau Anni wurde die Gaststätte, die früher eine Dorfkneipe war, gekauft. „Ziemlich blauäugig“, wie der Gastwirt im Nachhinein findet. Erfahrungen in der Gastronomie hatten nämlich weder er noch seine Gattin. Doch es sei alles gut gegangen.

Zweimal ein Denkzettel 

In Eigenregie bauten sie die etwas heruntergekommene Kneipe zu einer Gaststätte um, lernten mit jeder Aufgabe dazu und sind nun schon seit 19 Jahren erfolgreich - vor allem als Stammkneipe vieler Vereine und Gruppen. „Unser Motto lautet: Sie besuchen uns als Gast und gehen als Freunde“, erklärt das 64 Jahre alte Original mit Zwirbelbart.

Warum dann all das aufgeben? Ganz einfach, sagt Viereckt. Die Gesundheit habe ihm schon zweimal einen Denkzettel verpasst. In der Vergangenheit hatte er zwei Herzinfarkte. Ärzte rieten ihm, kürzer zu treten. Auch seine neue Lebensgefährtin liege ihm schon seit Jahren in den Ohren. Doch so lange er Vollblut-Gastronom ist, könne er das nicht. Also hofft auf einen Käufer, denn dann könne er loslassen.

Das Besondere an der Gaststätte: Das Fleisch für die Steaks kommt aus Argentinien. Viereckts Bruder lebt dort seit Jahren und hat ihn auf den Geschmack gebracht. Neben vielen Experimenten fühlt sich der charismatische Wirt aber auch der traditionellen Küche verpflichtet. Deswegen gibt es in der Vorweihnachtszeit ganz klassisch Gans mit Klößen und Kohl.

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