Gudestraße wird saniert - Gemeinde Alheim plant auf eigene Rechnung

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Schlaglochpiste: Seit jahren bemüht sich die Gemeinde Alheim um die Finanzierung für eine Straßenerneuerung. Jetzt springt die Gemeinde selbst ein.

Alheim. Jetzt nimmt die Gemeinde Alheim die Zukunft der Verbindungsstraße zwischen Heinebach und Niedergude selbst in die Hand: Einstimmig haben die Gemeindevertreter am Dienstag in Baumbach entschieden, die Strecke über 1300 Metern sanieren zu lassen. Kostenvolumen: 288 000 Euro.

Bürgermeister Georg Lüdtke hatte die Gemeindevertreter darüber informiert, dass das Land kein Geld zur Verfügung stellen wolle. Noch vor wenigen Wochen hatte man versucht, Zuschüsse über die Gemeindeverkehrsfinanzierung zu bekommen, weil über die Straße auch Durchgangsverkehr fließt. Mit diesem Antrag war Alheim in Wiesbaden abgeblitzt.

Jetzt soll die Straße in einem Fräsrecyclingverfahren erneuert werden. Das heißt, die Oberfläche wird etwa 20 Zentimeter tief abgefräst, der Straßenbelag anschließend zerkleinert und als Schicht unter der dann neuen Asphaltdecke aufgebracht. Diese Variante war vom neuen Baumanagement Rotenburg-Alheim als wirtschaftlichste vorgeschlagen worden. Erfreut waren die Gemeindevertreter darüber, dass das ausgewählte Bauunternehmen fünf Jahre Garantie geben will.

Ursprünglich sollte die Strecke auf 1700 Metern erneuert werden, berichtete der Bürgermeister. Allerdings soll die Sanierung nun aus Kostengründen auf den Teil reduziert werden, der am bedürftigsten ist. An der für 1700 Meter berechneten Gesamtsumme soll nicht gerüttelt werden, um einen Puffer für Eventualitäten zu haben.

129.000 stehen dafür aus dem Kommunalen Investitionsprogramm des Landes im Haushaltsplan 2016 zur Verfügung. Der Mehrbedarf von 158.000 Euro soll durch Einsparungen an anderer Stelle gedeckt werden. Da geht es zum Beispiel um die Erweiterung des Friedhofs in Heinebach - sie soll um ein Jahr verschoben werden. Der Platz reiche in diesem Jahr noch aus, versicherte der Bürgermeister auf Nachfrage von Lothar Schäfer (CDU). Auch die barrierefreie Gestaltung der Gehwege in Heinebach soll auf zwei Jahre gestreckt werden. Die weitere Ausstattung der Feuerwehren soll auf Folgejahre verschoben werden.

Die Gemeindevertretung tagte in einer Art Niemandsland, wie CDU-Chef Dieter Schönborn formulierte. Das heißt, die bisherigen und nicht die neu gewählten Parlamentarier mussten entscheiden. Allerdings ist das bisherige Parlament auch noch im Amt. Ursprünglich sollte in der Sitzung nur der Haushaltsplan 2016 verabschiedet werden, doch wurde die Tagesordnung mit dringenden aktuellen Themen aufgestockt, wie Lüdtke erläuterte.

So wurde mit den Stimmen der SPD-Mehrheitsfraktion, gegen die CDU, auch das Kindergartenkonzept 2020+ verabschiedet, weil es im Zuge des neuen Kinderförderungsgesetzes bis zum 29. März vorgelegt werden müsse. Das Konzept sei eine Darstellung dessen, was in der Gemeinde für Kinder geleistet wird.

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