Kinderspielplatz Kuttendelle: CDU wehrt sich gegen Vorwürfe

Alheim. Zu den Veröffentlichungen über den für Heinebach geplanten Kinderspielplatz Kuttendelle nimmt die CDU Alheim nun Stellung.

In einer Pressemitteilung des CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden und CDU-Fraktionsvorsitzenden Dieter Schönborn heißt es: „Im HNA-Artikel vom Donnerstag, 6. August, wird von den Befürwortern des Spielplatzes suggeriert, der Spielplatz Kuttendelle wäre unabdingbar notwendig, um den Kindern das Spielen in diesem Bereich von Heinebach zu ermöglichen. Dieser Eindruck geht an der Wirklichkeit vorbei. Es gibt in Heinebach kein Bebauungsgebiet, in dem die Wohnbebauung so nah an Wald und Flur liegt.“

In Wiesen und Wäldern toben 

Dort gebe es in den direkt angrenzenden Wiesen und Wäldern vielfache Möglichkeiten für Kinder zum Rumtoben und Spielen - und das quasi vor der Haustür. Ein Spielplatz wäre das Sahnehäubchen, aber ob er wirklich notwendig sei, solle sich jeder selbst einmal fragen. Die CDU Fraktion sehe diese „unabdingbare“ Notwendigkeit jedenfalls nicht.

„Gäbe es hier keine Möglichkeiten, wären wir von der CDU die Letzten, die gegen einen Spielplatz wären“, erklärt Schönborn weiter. Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund, dass in der Nähe zwei Spielplätze angelegt seien. „Der Hinweis, der Spielplatz im Erlenweg sei nicht attraktiv, ist zutreffend, aber daraus den Schluss zu ziehen, dann bauen wir cirka 300 Meter weiter einen neuen, ist zu einfach gedacht. Warum stellt keiner die Forderung, diesen vorhandenen Spielplatz aufzupeppen?“, fragt Schönborn. Eine solche Forderung werde bei der CDU nicht auf taube Ohren stoßen, die sich zudem frage, was mit diesem Spielplatz zukünftig geschehen solle.

Neue, attraktive Geräte 

„Weitere 200 Meter bis 300 Meter weiter gibt es den Spielplatz Hessenallee. Dieser wurde erst vor Kurzem mit neuen, attraktiven Spielegeräten ausgestattet“, berichtet Schönborn. Die Dorferneuerungsgruppe habe angeregt, den Spielplatz im Rahmen der Dorferneuerung weiter aufzuwerten, was die CDU unterstütze.

„Im HNA-Artikel vom 6. August wird nicht deutlich, dass die CDU-Fraktion beantragt hatte, die Frage der Kinderspielplätze von Grund auf im Ortsbeirat und den Ausschüssen zu diskutieren und dann erneut in der Gemeindevertretung zu beraten. Dieser Antrag wurde von der SPD abgelehnt“, erklärt Schönborn. Er frage sich, ob Gefahr in Verzug gewesen sei oder warum der Antrag unbedingt in der Sitzung am 21. Juli durchgesetzt werden sollte.

„Nein, hier soll ein Prestigeprojekt - koste es, was es wolle - durchgepaukt werden. Man kann nicht auf der einen Seite die ,Das-letzte-Hemd-Kampagne’ gegen die Landesregierung fahren und anderseits immer neue Projekte anstoßen, die, auch wenn sie gefördert werden, die Gemeinde aber trotzdem Geld kosten“, findet Schönborn. Das sei mit der CDU nicht zu machen. (red/pgo)

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