„Wir müssen jetzt die Sanierung in Angriff nehmen"

Marode Gemeindestraße: Alheimer CDU will nicht aufs Land warten

Muss seit Jahren dringend saniert werden: Die Verbindung von Heinebach nach Niedergude ist eine Gemeindestraße, die aber auch von überörtlichem Verkehr genutzt wird. Gerade auf dem ersten Abschnitt gleicht sie einem Schlaglochteppich. Foto: Janz

Alheim. Seit Jahren ist die Straße von Heinebach nach Niedergude marode. Die Alheimer CDU will nicht länger auf eine Förderung durch das Land warten und schlägt eine Teilerneuerung vor.

Einen entsprechenden Vorschlag wollen die Christdemokraten bei der Beratung des Alheimer Haushalts 2015 einbringen (Donnerstag, 9. April, 19.30 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus Sterkelshausen): „Wir müssen jetzt die Sanierung in Angriff nehmen, da ab 2017 die Gemeinden verpflichtet sind, ausgeglichene Haushalte vorzulegen“, sagt Fraktionschef Dieter Schönborn.

Das Problem: Die Landstraße in den Gudegrund wird zwar fleißig von überörtlichem Verkehr genutzt, ist aber eine Gemeindestraße. Daher muss Alheim die Kosten einer Sanierung selbst tragen, wenn es nicht auf die Förderung durch das Land Hessen im Zuge der Gemeindeverkehrsfinanzierung warten will. Der Antrag ist schon lange gestellt. Zuletzt hat sich die Gemeindevertretung Anfang 2013 einstimmig dafür ausgesprochen, beim Land Druck zu machen, damit zahlreiche marode Straßen endlich erneuert werden - bisher ohne Erfolg.

Kosten bei 260.000 Euro

Eine vollständige Sanierung der drei Kilometer langen Ortsverbindung würde 695 000 Euro kosten. Da sich Alheim das nicht leisten kann, schlägt die CDU vor, nur den Fahrbahnbelags zu erneuern. Die Sanierung des Bitumenaufbaus mit einer Gewebearmierung würde nach Erfahrungen von Fachleuten sogar 15 bis 20 Jahre halten, sagt Schönborn. Die Kosten lägen bei etwa 260 000 Euro - ungefähr so viel müsste Alheim auch als Eigenanteil zu einer vom Land geförderten Komplettsanierung beisteuern.

Bürgermeister Georg Lüdtke (SPD) sieht es auch so, dass der Zustand der Straße nicht so bleiben kann. Er möchte vor allem das Land Hessen in die Pflicht für eine Grundsanierung nehmen, die dann langfristig hält. Der Vorschlag der CDU könne nur eine Zwischenlösung sein, für die Alheim allein aufkommen muss.

Zur Finanzierung der Straßenarbeiten will die CDU im Gegenzug andere Investitionen zurückstellen. Das beträfe Ausgaben für die Telefonanlage und die Computer der Verwaltung, die Fertigstellung des Außenbereichs am Haus der Generationen und die Einführung einer bionomischen Abwasserbehandlung, die die Kosten der Kläranlage senken soll. Auch den Outdoorbolzplatz in Heinebach will die CDU aus dem Finanzhaushalt streichen, da er ohnehin vollständig über Sponsoren finanziert werden soll.

Knapp 140.000 Euro kämen so zusammen. „Das ist zwar nicht die komplette Investitionssumme für die Sanierung der Straße, aber wir sind überzeugt, dadurch die Sanierung der Gudestraße meistern zu können“, sagt Schönborn.

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