130.000 Euro für den Dorfplatz

Ein Ort für alle Generationen: Neuer Spielplatz in der Dorfmitte von Obergude

+
Sie freuen sich über den neuen Spielplatz: Matheo (oben von links), Emil, Mika, Felix, Lisa, Chiara und Anton. Darunter kniet Lenn, an den Ringen turnt Emma und dahinter ist Antonia zu sehen. Vorne von links die Eltern Helena Heinzeroth mit Jonas, Christian Siebert, Sandra Kerst-Renner und Nina Schäfer.

Große Freude in Obergude: Seit einigen Wochen können sich Kinder auf dem neuen Spielplatz am Mehrgenerationenplatz austoben. Pläne für die Ortsmitte gibt es seit über 20 Jahren. 

„Auf dem alten Spielplatz haben wir fast nie gespielt. Früher waren wir in den Gärten oder irgendwo im Dorf – jetzt können wir hierher kommen. Der neue Platz ist super“, sagt die zehnjährige Emma.

Seit über 20 Jahren gibt es Pläne, wie der Dorfplatz attraktiver gestaltet werden kann. Im Rahmen der Dorferneuerung wurden nun 130.000 Euro investiert – für alle Generationen, wie es der Name des Platzes schon sagt. Ein Holzpavillon bietet Sitzgelegenheiten – auch bei Regenwetter.

Pflasterten ihren Dorfplatz: Von links Heiko Ackermann, Ortsvorsteher Thomas Schmidt, Urs Schöffel mit Sohn Anton und Klaus-Dieter Hast.

Um die Pflasterarbeiten haben sich die Oberguder selbst gekümmert. Mit dabei war unter anderem der 25-jährige Kevin Schmoll, der schon seit mehreren Jahren im Ortsbeirat ist. „Mir ist wichtig, dass es im Dorf vorangeht. Ich will irgendwann auch selbst Kinder haben – die sollen es hier schön haben.“

75 Prozent der Kosten werden durch Fördergeld abgefangen

Für Kleinkinder gibt es im unteren Bereich des Dorfplatzes einen eigenen Spielplatz. Besonders wichtig: Der obere Bereich, bisher durch den Gudebach abgetrennt, ist nun über eine Holzbrücke zu erreichen. Dort gibt es allerlei Spielgeräte und Klettergerüste für die größeren Kinder. 

„Wir sind sehr glücklich damit“, sagt Helena Heinzeroth, die in der Spielplatz-AG und in der Ikek-Steuergruppe ist. Ikek steht im Rahmen der hessischen Dorfentwicklung für Integriertes kommunales Entwicklungskonzept. 75 Prozent der Kosten sind durch Fördermittel gedeckt.

„Wir Eltern freuen uns besonders darüber, dass wir Holzspielgeräte haben und keine aus Kunststoff“, sagt Heinzeroth. Die Arbeit der Eltern habe sich gelohnt. Die Spielplatz-AG wurde 2015 gegründet. Die Eltern schauten sich andere Spielplätze an, um sich Anregungen zu holen, die Kasseler Firma AKP fertigte dann die Zeichnungen für die Grundsatzplanung an. Um die offizielle Planung kümmerte sich dann Heinrich Wacker vom Baumanagement Rotenburg-Alheim. Neben dem Bauhof waren an der Umsetzung unter anderem die Firmen Zilch und Viereck beteiligt.

Die offizielle Eröffnung steht noch aus

Offiziell eröffnet werden soll der Spielplatz im kommenden Frühling mit einem Kinderfest, die Spielgeräte sind aber schon vom TÜV freigegeben. Die Bepflanzung braucht allerdings noch etwas Zeit, um zu wachsen. Nun soll noch ein Balancierbalken, eine Truhe für Spielsachen und ein Sonnensegel kommen. Außerdem wird eine Stromzapfsäule mit vier Plätzen für E-Bikes eingerichtet.

Möglich wurde der Mehrgenerationenplatz in dieser Form, weil die Gemeinde den oberen Bereich von der Kirche gepachtet hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.