Anbau auf rund einem Hektar Fläche

Erdbeerensaison läuft: Selber pflücken auf Feldern in Niederellenbach 

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Die spätere Erdbeersorte reift derzeit: Bernhard Blackert ist täglich auf dem Feld oberhalb des Dorfes. Das Stroh sorgt dafür, dass die Beeren nicht dreckig werden.

Für die Erdbeer-Saison war das Wetter dieses Jahr günstig. Auf dem Feld oberhalb von Niederellenbach, wo Jedermann selber die Früchte pflücken kann, herrscht bereits reger Betrieb.  

Die Nachfrage ist groß und das Wetter war dieses Jahr günstig für Erdbeeren: Auf dem Feld oberhalb von Niederellenbach herrscht reger Betrieb und bei den Kunden gute Laune. Für Bernhard Blackert ist das der Lohn seiner Arbeit – dafür hat er sich mehrere Wochen Urlaub genommen.

Es ist das dritte Jahr, in dem er großflächig im Nebenerwerb Erdbeeren anbaut. Mittlerweile bewirtschaftet er rund einen Hektar. 2014 hatte er auf einem kleinen Feld begonnen. 2017 wechselte der studierte Landwirt, der beim Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen arbeitet, auf die größere Fläche.

Dass man bei Niederellenbach herrlich süße, ungespritzte Erdbeeren pflücken kann, hat sich herumgesprochen. Am Pfingstsamstag musste Blackert gar für einen Tag schließen, weil alle reifen Erdbeeren vergriffen waren.

Doch es reifen täglich neue rote Beeren – die botanisch gesehen Sammelnussfrüchte sind. Noch rund drei Wochen kann gepflückt werden. Es gibt die frühe Sorte Honeoye und die späte Sorte Sonata. Der 56-Jährige probiert in diesem Jahr außerdem erstmals zwei neue Sorten aus. Seine Erdbeeren werden auch im Edeka in Baumbach und in Rotenburg sowie beim Mustergeflügelhof Häde und dem Dorfladen der Blackerts angeboten. Rund 95 Prozent der Ernte werden aber auf dem Feld direkt von den Kunden gepflückt.

Damit das möglich ist, investiert der 56-Jährige mehrere 100 Stunden seiner Freizeit. Auch seine Familie hilft beim Unkraut hacken.

Der Eimer ist voll: Hartmut Albert (rechts) hat auf dem Feld von Bernhard Blackert Erdbeeren gepflückt, die zu Marmelade verarbeitet werden sollen. 

Zwischen den Erdbeerreihen ist der Boden mit Stroh ausgelegt. Es verhindert, dass die Beeren dreckig werden und trocknet schnell, wenn es geregnet hat. Die Kunden danken den Blackerts ihren Aufwand. Der Niederellenbacher Hartmut Albert sagt: „Hier kann man sich selber aussuchen, wie die Erdbeeren aussehen – und sie schmecken besonders gut.“ Blackert wünscht sich nun für die nächsten Wochen viel Sonnenschein, aber nicht zu hohe Temperaturen.

Die Selberpflücker können sich die Eimer so vollmachen, wie sie wollen. Am Ende wird gewogen. Vier Euro kostet das Kilo. Geöffnet ist montags bis samstags von 8 bis 12 und von 15 bis 19 Uhr und sonn- und feiertags von 15 bis 18 Uhr.

www.ellenbacher-erdbeeren.de

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