Seit 20 Jahren im Alheimer Bürgermeisteramt: Georg „Schorsch“ Lüdtke 

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1997 wurde er Alheims neuer Bürgermeister: Georg Lüdtke bei der Vereidigung durch den damaligen Gemeindevertretervorsitzenden Volker Klöpfel.

Alheim. Bürgermeister Georg „Schorsch" Lüdtke ist aus Alheim mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Seit 20 Jahren lenkt er die Geschicke der Gemeinde, am 1. März 1997 trat er als Bürgermeister an.

Ein guter Grund, um zurückzublicken:

Der Anfang

Als Verwaltungsbeamter im Schwalm-Eder-Kreis las Lüdtke eines Tages in einer amtlichen Bekanntmachung, dass ein Bürgermeister für Alheim gesucht wird. Da er zu der Zeit schon als SPD-Kommunalpolitiker aktiv war und durch seine Heimat Spangenberg bereits Berührung mit dem benachbarten Alheim hatte (Konfirmandenschulung und Ähnliches), stellte er sich zur Wahl.

„Große Chancen wurden mir nicht eingeräumt, da ich gegen die einheimische Größe Reiner Baum von der CDU antrat“, erinnert sich Lüdtke. Doch im September 1996 passierte es dann: „Schorsch“ Lüdtke wurde Bürgermeister und ist mittlerweile in seiner vierten Amtszeit. „In den ersten Jahren hatte ich einen steinigen Weg“, gibt Lüdtke zu. Unterstützung fand er bei seiner „geschätzten Christine“, den beiden Söhnen sowie Weggefährten und Mitarbeitern, die ihm noch heute die Treue halten.

Der schönste Moment

In Lüdtkes 20-jähriger Bürgermeister-Karriere hat es viele tolle Momente gegeben, erklärt der 64 Jahre alte Politiker. Die Ernennung Alheims zur nachhaltigsten Gemeinde in Deutschland im vergangenen November (Lüdtkes ganz persönlicher Nobelpreis) zählt zu seinen Favoriten. Es gibt aber noch weitere: Die Einbindung von Licherode und Oberellenbach als Außenstandort der Expo 2000 in Hannover zum Beispiel. Darauf ist der Bürgermeister besonders stolz, denn erneuerbare Energie, Nachhaltigkeit und ökologische Landwirtschaft - alles Themen der Expo von 2000 -, ziehen sich seitdem wie ein roter Faden durch Lüdtkes Amtszeit.

Der schlimmste Moment

Eine Erfahrung, die Georg Lüdtke ziemlich zu schaffen gemacht hat, war die Schließung der Alheimer Kaserne in Rotenburg. Zwischen der Bundeswehr und der Gemeinde Alheim habe es lange Zeit eine partnerschaftliche Verbindung und gemeinsame Aktivitäten gegeben, zum Beispiel die Errichtung des Bergbau-Erlebnispfads in Oberellenbach.

Konnte die Schließung 2002 noch verhindert werden, mussten 2016 doch die letzten Soldaten die Kaserne verlassen. „Es hat mich wirklich geärgert und auch geschmerzt, dass wir den Kampf verloren haben“, sagt Lüdtke rückblickend. Besonders, weil der Bund zuvor noch 45 Millionen Euro in die Kaserne investiert hatte. Eine Handlung, die der 64-Jährige bis heute nicht nachvollziehen kann. Mittlerweile habe er aber einen Haken daran gemacht.

Die Zukunft

Ab 2021 ist für Lüdtke Schluss: Bis dahin wird er noch Bürgermeister von Alheim sein, eine weitere Kandidatur schwebt ihm jedoch nicht vor. Solange er aber im Amt ist, möchte er noch viel erreichen. „Alheim soll sich in Zukunft gegen andere Kleinregionen behaupten können, ist Lüdtkes Ziel. Daher liege ihm an der ZuBRA-Region 2030+ sehr viel - das Projekt sei eine Chance für Alheim, neue Wege einzuschlagen und stärker zu werden.

Außerdem wünscht sich Lüdtke, dass die Einwohnerzahl Alheims noch während seiner Amtszeit die 5000-Einwohner-Grenze übersteigt. Derzeit liegt die Gemeinde bei etwa 4987 Einwohnern. Um das zu erreichen, möchte Lüdtke die strategisch günstige Lage Alheims nutzen (etwa eine halbe Stunde von Kassel entfernt) und die Gemeinde noch familienfreundlicher gestalten.

Ob Georg Lüdtke lieber Ananas oder Ahle Worscht isst, welche Lieblingsschokolade er hat und mehr Bilder aus früheren Zeiten, lesen Sie im E-Paper unserer Zeitung.

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