Tourismus soll das Schullandheim Licherode retten

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Das Umweltbildungszentrum mit Schullandheim und Tagungszentrum in Licherode wappnet sich für die Zukunft: Ein Tourismushof soll das Fortbestehen sichern.

Licherode. Das Ökologische Schullandheim im Alheimer Ortsteil Licherode ist deutschlandweit einzigartig und seit 22 Jahren die Institution für Umweltbildung in der Region. Das allein reicht jedoch nicht mehr, um in Zukunft Bestand zu haben. Jetzt wurde ein Plan zur Sicherung vorgestellt.

Allein vom Besuch der Schulklassen kann die Einrichtung auf Dauer nicht überleben. Das sagt Ahmed Al Samarraie, Geschäftsführer des Umweltbildungszentrums Licherode.

Um das Schullandheim für die Zukunft zu wappnen, plant Al Samarraie jetzt, die Anlage zu erweitern. Damit möchte er eine breitere Besucherklientel anlocken und die Region für den Tourismus öffnen. „Wir brauchen ein zweites Standbein“, erklärt der Geschäftsführer. Aktuell seien es überwiegend Schulklassen, die das Zentrum mit Schullandheim und Tagungshaus in Licherode besuchen - etwa 3000 Schüler und 1000 Erwachsene pro Jahr. „Die Buchungen konzentrieren sich aber leider hauptsächlich auf Frühjahr und Sommer, im Winter haben wir einen Leerlauf“, berichtet Al Samarraie.

Ein zusätzliches Gebäude für Gastronomie, Wellness und Projektarbeit sowie Häuser mit Ferienwohnungen könnten das ändern. Die Erweiterung stünde Besuchern offen, „die einen sanften Urlaub mit Wandern, Wald und ganz viel Natur wünschen“, sagt der 53-jährige Zentrumsleiter. Das Projekt soll auf den Nachbargrundstücken des Schullandheims entstehen. Die Besitzer wären mit dem Verkauf einverstanden.

Der Vorstand des Trägervereins stimmte der Idee vorbehaltlos zu. Der Ortsvorsteher Udo Aschenbrenner ist von den Plänen ebenfalls begeistert, auch weil dadurch neue Arbeitsplätze entstehen würden. Das einzige Problem, das Aschenbrenner sieht: In der Nachbarschaft möchte ein Investor einen Bio-Putenmaststall errichten. Der Ortsvorsteher befürchtet eine Geruchsbelästigung für die künftigen Urlauber, da der Stall in der Windschneise des Tourismushofs liegen würde.

Welche genauen Pläne es für den Tourismushof gibt, lesen Sie in unserer gedruckten Dienstagsausgabe.

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