Platz für Feste, Sport und Freizeit

Großprojekt in Alheim: Gemeinde plant Multifunktionsfeld am Heinebacher Festplatz

Was derzeit nur als Ablageort für einen Holzhaufen dient, soll so schnell wie möglich zum Magneten für die Alheimer Kinder und Jugendlichen werden. Dafür setzen sich (von links) Jugendpflegerin Julia Gottschalk, Sandra Zimmermann (Ortsbeirat), Martin Marth (Baumanagement), Bürgermeister Jochen Schmidt und Andy Bestvater ein. Links hinten ist der Bolzplatz zu sehen, rechts das Toilettenhäuschen des Festplatzes.
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Was derzeit nur als Ablageort für einen Holzhaufen dient, soll so schnell wie möglich zum Magneten für die Alheimer Kinder und Jugendlichen werden. Dafür setzen sich (von links) Jugendpflegerin Julia Gottschalk, Sandra Zimmermann (Ortsbeirat), Martin Marth (Baumanagement), Bürgermeister Jochen Schmidt und Andy Bestvater ein. Links hinten ist der Bolzplatz zu sehen, rechts das Toilettenhäuschen des Festplatzes.

Bisher gibt es nur den Vorentwurf, aber es ist klar, dass Alheim am Festplatz in Heinebach Großes plant: ein Multifunktionsfeld, das wohl einen sechsstelligen Betrag kosten wird.

Heinebach – Das schätzt Martin Marth vom Baumanagement Rotenburg-Alheim. Das Ansinnen steht fest: Die Gemeinde möchte Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche schaffen. „Dass es da Bedarf gibt, ist schon im Wahlkampf an mich herangetragen worden“, sagt Bürgermeister Jochen Schmidt (parteilos). Unter anderem kamen mit diesem Ansinnen Andy Bestvater und Sebastian Sauer auf ihn zu.

Hinter dem sperrigen Begriff Multifunktionsfeld verbirgt sich ein Konzept, das im Wortsinne auf einer Fläche viele verschiedene Angebote schaffen soll. Das Gelände soll gleichzeitig für Fußball, Basketball, Volleyball und Hockey nutzbar gemacht werden. Angedacht sind zwei Sportfelder: eines aus Kunstrasen und ein befestigtes auf Beton oder Asphalt, erklärt Martin Marth. Er betont, dass es sich bei den Planungen bislang nur um Vorentwürfe handelt, die noch reifen müssen – die Überlegungen wird er unter anderem in der nächsten Gemeindevertretersitzung am 7. September vorstellen.

Neben der Infrastruktur für Ballsport soll zum Beispiel auch eine Skateranlage entstehen. Andy Bestvater sagt: „Egal ob zum Skaten, zum Rollerfahren oder auch für kleine Kinder zum Radfahren – dafür braucht man Fläche, und die gibt es bislang nicht.“

Eisfläche, Festplatz, Skatepark

Ebenfalls vorstellbar ist laut Marth, die Anlage so zu bauen, dass sie im Winter geflutet werden kann und so eine sichere Eisfläche entsteht. Trotzdem stünde das Gelände weiterhin als Festplatz zur Verfügung. „Der Plan ist, dass man hier auch künftig ein Kirmeszelt aufstellen kann. Dazu sind wir in Gesprächen mit dem Gewerbeverein“, sagt Marth. Die letzte größere Veranstaltung auf der Fläche an der Borngasse neben dem Tennisplatz fand vor Beginn der Corona-Pandemie statt.

Dort befindet sich auch der Bolzplatz, der als solcher nie richtig nutzbar gewesen sei, so Marth. Das Spielfeld gleich neben dem Bach ist uneben und sumpfig. Es wird wohl nicht Teil des Multifunktionsfeldes, da die Untere Naturschutzbehörde bereits signalisiert habe, dass möglichst keine neuen Flächen versiegelt werden sollen.

Der Heinebacher Ortsbeirat begrüße die Pläne, sagt Bürgermeister Schmidt. Das bestätigt die stellvertretende Ortsvorsteherin Sandra Zimmermann, die auch für die CDU in der Gemeindevertretung sitzt. Der Ortsbeirat formuliere bereits seit über zehn Jahren entsprechende Forderungen. „Es gab auch Sponsoren, mehrere Firmen haben ihre Unterstützung signalisiert. Bislang wurde aber leider nie etwas in Angriff genommen“, sagt Zimmermann.

Die heimischen Firmen sollen mit ins Boot geholt werden

Auch die neue Jugendpflegerin Julia Gottschalk betont, dass der Bedarf für mehr Angebote für Jugendliche schon lange besteht. „Das hört man nicht nur, das sieht man auch. Es gibt immer wieder Beschwerden von Nachbarn, dass die Bälle gegen ihre Autos fliegen“, sagt sie.

Die Finanzierung für das Projekt soll laut Marth und Bürgermeister Schmidt nicht allein aus Haushaltsmitteln der Gemeinde gedeckt werden. Über den Gewerbeverein wolle man die heimischen Firmen mit ins Boot holen, viel Arbeit soll nach Möglichkeit in Eigenleistung mit den Bürgern gestemmt werden. Außerdem hofft die Gemeinde für das Projekt auf Fördergeld.

„Wir wollen ein Angebot schaffen, das ausdrücklich nicht nur für Heinebach, sondern für Einwohner der gesamten Gemeinde bestimmt ist“, sagt Jochen Schmidt. Martin Marth ist sich sicher, dass das Multifunktionsfeld auch über die Alheimer Grenzen hinaus Menschen anzieht – ähnlich wie das Multifunktionsfeld in Melsungen.

Schmidt, Marth, Gottschalk, Zimmermann und Bestvater sind sich einig darüber, dass der bisherige Festplatz der richtige Ort für das Multifunktionsfeld ist. Für so große Pläne sei im Ortskern kein Platz. „Hier sind wir nicht zu weit weg – aber weit genug, damit zum Beispiel die Geräuschkulisse nicht zum Problem wird“, sagt Martin Marth.

Ziel ist, dass nächstes Jahr bereits gebaut werden kann. „Wir bleiben dran und wollen die Pläne möglichst bald in die Tat umsetzen“, sagt Bürgermeister Schmidt. Einen Ort für Festlichkeiten braucht die Gemeinde nächstes Jahr übrigens auch: 2022 wird Alheim 50 Jahre alt. (Christopher Ziermann)

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