Alheimer wollen mehr für die Jugend tun

Gemeinsam für Alheim: Moderatorin Ellen Ehring (von links) und Bürgermeister Georg Lüdtke diskutierten im Haus der Generationen in Heinebach die Ergebnisse der Bürgerbefragung. Insgesamt hatten sich 176 Menschen an der Befragung beteiligt. Foto: Vöckel

Heinebach. Bei der Bürgerbefragung der Gemeinde Alheim haben die Teilnehmer unter anderem ein erweitertes Spielplatz- und Freizeitangebot, mehr Arbeitsplätze sowie verbesserte Verkehrs- und Wohnbedingungen gefordert.

An der Befragung unter dem Motto „Gemeinsam für Alheim“ hatten sich 176 Menschen beteiligt.

„Das ist ein guter Rücklauf“, sagte Moderatorin Ellen Ehring, die im Haus der Generationen in Heinebach die Ergebnisse vorstellte. Bezogen auf die Gesamtzahl der Einwohner sei das eine Beteiligung von acht Prozent, sagte die Kommunikationswirtin aus Licherode. Die meisten Vorschläge kamen aus der Bevölkerungsgruppe der 65-Jährigen und Älteren: 32 Prozent. Gering sei dagegen der Anteil der jüngeren Teilnehmer (18 Jahre und darunter) mit nur drei Prozent gewesen.

Deshalb sei es schon verwunderlich, dass es so viele Anregungen gab, es müsse mehr für die Jugend getan werden. So sollte das Spielplatzangebot erweitert und ein Multifunktionsplatz geschaffen werden. Kritisiert wurde, dass die Kindergärten zu teuer und zu unflexibel seien. Gefordert wurde eine Öffnungszeit von 7 bis 16 Uhr.

Zudem sollte die Landwirtschaft Wege sauberer halten und die Geruchsbelästigung eindämmen, wünschten sich Beteiligte an der Bürgerbefragung Für die Verkehrsentwicklung wurden angeregt: Öffentlichen Personennahverkehr für Ortsteile ausweiten, Radweg durch Baumbach sicher machen und blendfreies Licht auf dem Fußgängerüberweg in Heinebach installieren. Die Entwicklung der Gemeinde sollte durch mehr Mietwohnungen und kostengünstige Bauplätze in Heinebach gefördert werden.

Integration statt Separation von Asylsuchenden war ein weiterer Punkt in der Liste der Vorschläge durch dezentrale Aufnahme: einmal jährlich eine Gruppe pro Dorf. Weitere Probleme, die dringend angegangen werden sollten: Firmenansiedlung, Arbeitsplätze schaffen und Internetausbau, Bau einer größeren Sporthalle, Steinbruchsee zum Baden freigeben und besserer Kontakt zwischen den Ortsteilen.

Das wird gar nicht so einfach sein. Der größte Teil der 25 Besucher am Bürgerforum kam aus Heinebach, nur Einzelne aus anderen Ortsteilen. „Wir müssen mit dem Kirchturmdenken aufhören“, forderte einer der Teilnehmer in der Diskussion, in der es um die Frage ging, wo Handlungsbedarf besteht. Eine Anregung: Alte und einsame Menschen in die Gemeinschaft einbinden. Dafür will sich der Verein Genial (Generationenhilfe in Alheim) stark machen. Der Bürgerdialog soll als Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Gemeinde jährlich fortgesetzt werden, kündigte Bürgermeister Georg Lüdtke an.

Die Ergebnisse der Bürgerbefragung will die Gemeinde Alheim im Internet unter www.alheim.deveröffentlichen. (zvk)

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