Pläne für Bürgerkontakt und Jugendliche

Alheims neuer Bürgermeister Jochen Schmidt ist 100 Tage im Amt

Im neuen Chefsessel fühlt er sich schon sichtlich wohl: Jochen Schmidt ist 100 Tage als Bürgermeister der Gemeinde Alheim im Amt. Unser Bild zeigt ihn in seinem Büro im Rathaus in Baumbach.
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Im neuen Chefsessel fühlt er sich schon sichtlich wohl: Jochen Schmidt ist 100 Tage als Bürgermeister der Gemeinde Alheim im Amt. Unser Bild zeigt ihn in seinem Büro im Rathaus in Baumbach.

Seit März ist Jochen Schmidt der neue Bürgermeister der Gemeinde Alheim. Und ist an seinen neuen Arbeitsplatz im Rathaus in Baumbach offenbar gut angekommen.

Alheim – Sein Büro wirkt aufgeräumt. Die Bilder an der Wand stammen zwar noch vom Vorgänger – auch den alten Schreibtisch hat er noch nicht durch einen neuen ersetzt – aber geändert hat sich viel im Leben von Jochen Schmidt. „Ich bin von den Mitarbeitern sehr gut unterstützt worden, um mich in das für mich ja neue Verwaltungs-Arbeitsfeld einzuarbeiten“, sagt der 53-Jährige, der seit März Bürgermeister in Alheim ist.

Mit seinem Büroleiter Bernd Böhle habe er einen kompetenten und zuverlässigen Berater an seiner Seite, der ihn in Fachfragen gut unterstütze und Bianca Schmidt als aufmerksame und engagierte Chefsekretärin arbeite ihm zuverlässig zu. „Das sind von Beginn an meine engsten Mitarbeiter gewesen“, sagt Schmidt. Inzwischen habe er sich mit sämtlichen Abteilungen seiner Verwaltung vertraut gemacht. „Ob Bauamt oder Ordnungsamt – damit habe ich viel zu tun in meiner Gemeinde“, sagt Schmidt, der seit Anfang April auch seinen Wohnsitz in Alheim hat. Von Bad Hersfeld, wo er zuletzt für die psychologische Familienberatung des Diakonischen Werkes als Familienberater und Therapeut tätig war, ist er nun nach Heinebach umgezogen.

Wöchentliche Bürgersprechstunde und Pläne für einen Skate-Park

Für die Entwicklung der Gemeinde Alheim hat sich Jochen Schmidt viel vorgenommen. Eines seiner Wahlkampfversprechen war, mehr Transparenz und Bürgernähe seitens der Verwaltung und des Bürgermeisters herzustellen. „Mein Amtsantritt im März zur Corona-Hochzeit war natürlich ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, um auf die Menschen zuzugehen“, sagt er. Mit der aktuellen Entspannung und den Lockerungen sei nun allerdings endlich mehr möglich. Mit seiner Bürgersprechstunde habe er bereits Mitte März begonnen – einmal wöchentlich empfängt er auf Anmeldung die Alheimer im Rathaus und bespricht mit ihnen deren Anliegen, Sorgen und Nöte. Auch die Ortsbeiräte habe er bei deren Sitzungen schon besucht und den Runden Tisch zum Niederellenbacher See Ende Mai moderiert.

„Wir wollen seitens der Gemeinde gerade den durch die Corona-Zeit arg gebeutelten Jugendlichen helfen und wieder mehr Kontaktmöglichkeiten bieten“, sagt Schmidt. Die neue Jugendpflegerin Julia Gottschalk, die er Anfang April eingestellt hat und die zum 1. August ihre Arbeit beginnt, soll dabei helfen. Eines von Schmidts ersten größeren Projekten wird eine neue Skater-Anlage sein, die auf dem Heinebacher Festplatz-Gelände für die Jugendlichen entstehen soll.

Eine weitere Herzensangelegenheit ist für Schmidt das Thema Verkehrsberuhigung, das er gerne im größeren Umfang umsetzen möchte. „Dabei gilt es, viele rechtliche Aspekte zu berücksichtigen und deshalb müssen wir da erst mal schauen, was machbar ist“, sagt der Bürgermeister. Gleiches gelte für das Thema leer stehende Häuser: „Ich würde jungen Familien gerne die Möglichkeit geben, bezahlbaren Wohnraum bei uns in der Gemeinde zu finden“, sagt er. Zudem gelte es, den eingeschlagenen Weg bei Klimaschutz und Nachhaltigkeit, der Alheim auszeichne, auch in Zukunft konsequent weiterzugehen. „Insgesamt ist es mir wichtig, nach vorne zu schauen und nicht zurück“, sagt Schmidt. Er wolle auf die Gremien zugehen und mit dem neugewählten Gemeindeparlament vertrauensvoll zusammenarbeiten. (Peter Gottbehüt)

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