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Alle Festivals in und um den Kreis Hersfeld-Rotenburg finden statt

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Von: Christine Zacharias

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So soll es wieder werden: Die in Amsterdam ansässige Multi-Kulti-Band „The Magic Mumble Jumble“ war bei den vergangenen Burg-Herzberg-Festivals eines der Zugpferde im Programm. Zu ihrer Musik lässt sich besonders gut Hippie-Party feiern. Archiv
So soll es wieder werden: Die in Amsterdam ansässige Multi-Kulti-Band „The Magic Mumble Jumble“ war bei den vergangenen Burg-Herzberg-Festivals eines der Zugpferde im Programm. Zu ihrer Musik lässt sich besonders gut Hippie-Party feiern. Archiv © Archivfoto: Willie Ditzel/NH

Die Festival-Veranstalter in der Region planen ihre Großveranstaltungen so, wie sie vor Corona stattgefunden haben. Veränderungen gibt es allerdings bei den Ticketpreisen.

Hersfeld-Rotenburg – Festival-Fans können sich freuen. In diesem Jahr finden wieder alle Veranstaltungen in der Region wie gewohnt statt.

An diesem Wochenende geht es los mit dem Volldampf-Festival im Bebraer Lokschuppen – die einzige derartige Veranstaltung, die unter Dach stattfindet.

Mitte Juli wird es dann beim Haune-Rock in Odensachsen krachen. Bis zu 3000 Musikfreunde werden hier erwartet. Ende Juli reisen bis zu 10 000 Hippies auf den Herzberg und Mitte August wird wieder beim Open Flair in Eschwege gefeiert. Für alle Festivals gibt es noch Karten.

Das Burg-Herzberg-Festival war zwei Jahre komplett ausgefallen, Haune-Rock- und Open Flair hatten im vergangenen Jahr in kleinerem Rahmen stattgefunden.

Mit dem Kartenvorverkauf ist Gunther Lorz, Geschäftsführer des Burg-Herzberg-Festivals, sehr zufrieden. Die Verkaufszahlen seien so, wie sonst auch immer um diese Zeit, sagt er. Und das, obwohl die Preise kräftig erhöht wurden.

Die Steigerung von bisher 120 auf jetzt 170 Euro für vier Tage Musik und Campen erklärt er mit den allgemein gestiegenen Preisen, vor allem auch für Dieselkraftstoff, der benötigt werde, um die Stromaggregate zum Laufen zu bringen.

Auch der Anstieg des Mindestlohns mache sich bei der Planung bemerkbar, sagt Lorz. Glück hat, wer noch ein altes Ticket von 2020 hat. Denn das ist zum damaligen Preis nach wie vor gültig.

„Man muss dieses Jahr als Veranstalter mit Forscher- und Entdeckergeist rangehen“, sagt Lorz, der aufgrund der Corona-Lage mit kurzfristigen Absagen von Bands rechnet.

Probleme mit der Ticketnachfrage gibt es auch beim Haune-Rock nicht, freut sich Sascha Ruppert, einer der Veranstalter. Nachdem im vergangenen Jahr das Festival umorganisiert worden war und die Besucher gruppenweise in Boxen saßen oder standen, rechnet Ruppert dieses Jahr mit einem ganz normalen Festival.

Etwas zäher lief dagegen der Vorverkauf für das „Volldampf-Festival“, berichtet dessen Organisator Jens Rettig. Er hofft jedoch auf kurzfristige Entscheidungen.

Termine und Ticketpreise im Überblick

Volldampf-Festival: Bis heute, Samstag, 18. Juni, Lokschuppen Bebra, Tagesticket 19 Euro.

Haune-Rock-Festival: 14. bis 16. Juli, Haunetal-Odensachsen, Tickets 60 Euro, mit Camping 85 Euro.

Burg-Herzberg-Festival: 28. bis 31. Juli, Breitenbach am Herzberg, Tickets 170 Euro.

Open-Flair-Festival: 10. bis 14. August, Eschwege, Tickets 139 Euro, mit Camping 179 Euro.

Ein ganz normales Festival, so wie es bisher immer war – das erhofft sich Gunther Lorz, Geschäftsführer des Burg-Herzberg-Festivals. In den vergangenen beiden Jahren musste das große Hippie-Fest zu Füßen der mittelalterlichen Burg coronabedingt abgesagt werden.

So ganz normal wird es allerdings vermutlich nicht werden, das ist dem Veranstalter bewusst. Denn auch wenn der Kartenvorverkauf läuft wie sonst auch und jede Menge positive Rückmeldungen von Musikfreunden und Festival-Fans kommen, rechnet Lorz damit, dass Bands möglicherweise kurzfristig absagen müssen, weil ein Mitglied an Corona erkrankt ist.

Vorbereiten kann man sich als Veranstalter zwar auf viele Eventualitäten, aber eben nicht auf alle. „Kein Festival der letzten Zeit konnte alle Bands auf die Bühne bringen, die angekündigt waren“, sagt Lorz. „Sicher ist es erst, wenn die Bands auf der Bühne stehen.“

Dennoch blickt der Organisator gelassen auf das Festival. Sicher werde es Besucher geben, die traurig seien, wenn einzelne Bands nicht auftreten könnten, aber die wenigsten kämen explizit wegen einer Band. Die meisten wollten einfach das Festival genießen mit allem, was dazugehört.

Finanzplanung komplett über den Haufen geworfen

Komplett über den Haufen werfen mussten die Festivalmacher die Finanzplanung. Der Mindestlohn sei gestiegen, der Dieselpreis explodiert, die Bühnentechnik und auch sonst alles teurer geworden, erklärt Gunther Lorz. So habe es keine andere Chance gegeben, als die Ticketpreise zu erhöhen.

Lorz bedauert das, weiß aber, dass es anderen Festivalmachern ebenso ergangen ist. Umso mehr freut er sich über die gute Nachfrage. Und er findet es gut, dass das Neun-Euro-Ticket den Besuchern, sofern sie denn ein wenig Zeit haben, eine kostengünstige Anreise ermöglicht. Von Alsfeld aus gibt es einen Sonderfahrplan für den ÖPNV zum Festival.

Investiert haben die Festival-Macher übrigens trotz der allgemein gestiegenen Preise. Für die Trinkwasserversorgung würden jetzt Edelstahlcontainer aufgestellt. Das daraus gezapfte Wasser habe dann tatsächlich Trinkwasserqualität, im Gegensatz zum Wasser aus den bisher verwendeten Kunststoffcontainern, erläutert Lorz.

Ganz optimistisch blickt Sascha Ruppert, einer der Veranstalter des Haune-Rocks in Odensachsen auf das Mitte Juli geplante Festival. Nach derzeitigem Stand werde es keine Corona-Einschränkungen geben. Es könne wie früher „Schulter an Schulter, Arm an Arm“ vor der Bühne getanzt und gefeiert werden.

18 Gruppen beim Haune-Rock erwartet

„Die Bands haben alle zugesagt“, freut sich Ruppert. „Die warten genauso lange auf den Haune-Rock wie wir auf die Bands“, ist er überzeugt. 18 Musikgruppen sind angekündigt. Bis zu 3000 Besucher werden zum Haune-Rock erwartet. 1000 von ihnen können auf dem Gelände campen.

Diese Plätze seien bereits zu 80 Prozent ausgebucht, erklärt der Veranstalter. Probleme mit den Partnern für Bühne, Technik oder Toiletten habe es nicht gegeben. „Da läuft alles unverändert“, meint Sascha Ruppert.

Im Gegensatz zu den großen Festivals ist das „Volldampf-Fesival“ in Bebra an diesem Wochenende unter Dach im stimmungsvollen Lokschuppen. Mit Biergarten vor der Halle und interessanten Bands soll aber auch hier richtiges Festival-Feeling aufkommen, ist Veranstalter Jens Rettig zuversichtlich.

Er hofft, dass viele Musikfreunde sich noch kurzfristig zu einem Besuch des Festivals entschließen.

„2022 gibt’s wieder ein richtiges „Open Flair“, kündigen die Veranstalter des größten Festivals in der Region an. Bis zu 25 000 Besucher werden vom 10. bis zum 14. August in Eschwege erwartet. Viele der Bands, die für 2020 angekündigt waren, als das Festival abgesagt worden war, stehen jetzt wieder im Line Up, um auf mehreren Bühnen für Stimmung zu sorgen.

Karten für alle Festivals sind noch zu haben.

(Christine Zacharias)

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