Alle wollen künftig an einem Strick ziehen

Neues Wir-Gefühl in der Schenklengsfelder Gemeindepolitik

Das Archivbild zeigt das Rathaus in Schenklengsfeld.
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Nur ein Problemfall: Das Rathaus in Schenklengsfeld müsste eigentlich für viel Geld saniert werden.

In der Politik von Schenklengsfeld soll sich nach der Kommunalwahl einiges ändern. Die Gemeindevertreter wollen künftig gemeinsam Lösungen für die Probleme der Gemeinde suchen.

Schenklengsfeld – Zwölf der 23 Gemeindevertreter in Schenklengsfeld betreten dort politisches Neuland. In den um eine Person aufgestockten Gemeindevorstand ziehen sieben Personen ein. Fünf davon hatten bisher ebenfalls kein politisches Mandat in der Kommune am Fuße des Landeckers inne. Mit diesem neuen Personal wollen die Gemeindevertreter über alle Fraktionen hinweg konstruktiv zusammenarbeiten, um die vielen anstehenden Aufgaben in den kommenden fünf Jahren anzugehen.

„Wenn wir alle an einem Strick ziehen, dann können wir viel für die Gemeinde erreichen“, hatte Bürgermeister Carl Christoph Möller zu Beginn der konstituierenden Sitzung den Kommunalpolitikern zugerufen.

Dieses Ansinnen unterstrich mit Rainer Daube der neue Vorsitzende der Gemeindevertretung, der zuvor einstimmig per Handzeichen in dieses Amt gewählt worden war.

Im Wahlkampf habe jede Partei für sich das Beste herausholen wollen. Nun gelte es, einander zu vertrauen und bei den bevorstehenden Aufgaben immer einen Konsens zu finden. „Wir müssen einander zuhören, um zu gemeinsamen Lösungen zu gelangen. Meine Wahl ist ein erster Konsens“, erklärte Daube.

Bei der Wahl des 1. Beigeordneten war es aus Sicht der SPD mit dieser von allen beschworenen vertraulichen Zusammenarbeit kurz vorbei, nachdem Bürgerliste und ZukuntMiteinander mit Beate Lüders (ZuMit) ihren gemeinsamen Wunsch nach der Ersten Beigeordneten kundgetan hatten.

Andre Wenzel von der Bürgerliste sagte, Beate Lüders sie die richtige Person, da sie bereits andernorts kommunalpolitisch Spuren hinterlassen habe.

Für die SPD entgegnete René Petzold, dass die Sozialdemokraten die Intention verstünden, dieses Vorgehen aber im Umkehrschluss auch als erstes machtpolitisches Instrument verstanden werden könne. Daraufhin entgegnete Wenzel, dass es ein einmaliger gemeinsamer Listenantrag gewesen sei. Eine Fraktionsgemeinschaft zwischen Bürgerliste und ZuMit sei jedenfalls nicht geplant.

Max Ellermann (Die Partei) begrüßte die Entscheidung für Beate Lüders und schloss mit einem für die „Spaßpartei“ treffenden Zitat: „Wollen wird denjenigen mit der größten Banane oder doch den, der es versteht, Bananen anzubauen“, fragte er in die Runde (Mario Reymond)

Die Besetzung der Gremien in Schenklengsfeld:

Verbandsversammlung der Ekom21: Bürgermeister Carl Christoph Möller, Stellvertreter Jens Trabert (Verwaltung);
Verbandsversammlung Abfallwirtschaftszweckverband des Kreises: Rainer Daube (SPD), Stellvertreter Hartmut Bock (Bürgerliste);
Verbandsversammlung Gasversorgungszweckverband des Kreises: Bürgermeister Carl Christoph Möller, Stellvertreterin 1. Beigeordnete Beate Lüders (ZuMit);
Gesellschafterversammlung Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis: Bürgermeister Carl Christoph Möller, Stellvertreterin 1. Beigeordnete Beate Lüders (ZuMit);
Kindergartenkommission: Cornelia-Mörmel Roßbach (SPD), Andre Wenzel (Bürgerliste), Katja-Jost Hebel (ZuMit); Friedhofskommission: Dieter Petzold (SPD), Reiner Ley (Bürgerliste), Matthias Vollmer (ZuMit);
Schriftführer: Jens Trabert , Stellvertreter: Alexander Fröhlich, Sarah Andrikoglu (alle Verwaltung);
Haupt- und Finanzausschuss: Thilo Weimar, Tanja Hartdegen (beide SPD), Andre Wenzel, Reiner Ley (beide Bürgerliste), Sascha Rüger (Die Partei), Dr. Frank Klein, Matthias Vollmer (beide ZuMit);
Bau- und Planungsausschuss: Dieter Petzold, Marco Pfromm (beide SPD), Hartmut Bock, Johanna Meeßen (beide Bürgerliste), Jörg Riemenschneider (Die Partei), Peter Göllmann, Sascha Hebel (beide (ZuMit);
Stellvertretende Vorsitzende der Gemeindevertretung: Florian Bolzt (Bürgerliste), Dr. Frank Klein (ZuMit), Max Ellermann (Die Partei), Thilo Weimar (SPD).

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