Gemeinde beteiligt sich an Landesprogramm

Nentershausen: Altlasten unter der Lupe

Nentershausen. Die Gemeinde Nentershausen beteiligt sich an einem Programm der Landesregierung zur Untersuchung und Beseitigung von kommunalen und gewerblichen Altlasten. 

Für die Untersuchung von fünf Altlast-Flächen hatten die Nentershäuser Gemeindevertreter bereits Ende September einstimmig grünes Licht gegeben und eine außerplanmäßige Ausgabe von 30 000 Euro bewilligt. In seiner Sitzung am Freitagabend hat das Parlament - ebenfalls einstimmig - zusätzlich einer überplanmäßigen Ausgabe von 12.300 Euro zugestimmt. Grund dafür ist, dass an einigen Flächen zusätzliche Untersuchungen nötig sind. Das haben erste Recherchen und erste Proben ergeben, teilte Bürgermeister Ralf Hilmes mit.

Die Gemeinde bezahlt zunächst die gesamten Kosten, reicht die Rechnung dann beim Land ein und bekommt das Geld vom Land zurück. Einzige Ausnahme ist die Untersuchung der Brodberghalde. Für weitere Untersuchungen sind auf dieser Fläche 4800 Euro nötig. Davon muss die Gemeinde 480 Euro selbst zahlen.

Alle bekannten Deponien

Folgende Altlast-Flächen sind untersucht worden oder werden noch intensiver unter die Lupe genommen:

• Die Brodberghalde, die oberhalb eines Entsorgungsbetriebs in der Gemarkung Weißenhasel liegt: Hier wird es weitere Untersuchungen, unter anderem des Grundwassers, geben.

• Ehemalige Bauschuttdeponie Weißenhasel: Die Ablagerungen finden sich in einem bis zu zehn Meter tiefen Hohlweg. In der Erde liegen Baustoffe. Auch die Bundeswehr hat die Deponie genutzt. Was sie dort eingelagert hat, ist noch unklar. Weitere Untersuchungen sind geplant.

• Die Denser Hohle. Sie befindet sich in Nentershausen rechts neben der Kneipp-Anlage: Die betroffene Fläche ist größer als zunächst gedacht. Sie betrifft auch einen angrenzenden Acker und grenzt an die Wohnbebauung. Genauere Untersuchungen sind erforderlich.

• Der ehemalige Müllplatz Süß - in der Nähe der Kläranlage: Die Recherche hat hier keine Hinweise auf ein erhöhtes Gefahrenpotenzial ergeben. Das Projekt ist damit abgeschlossen.

• Der ehemalige Müllplatz Dens auf dem Wacholder-Berg: Auch hier sind weitere Untersuchungen nötig. Deponiert wurden hier Siedlungsabfälle in einer bis zu 20 Meter tiefen Doline, einer trichterförmigen Senke. Die Fläche liegt in einem Naturschutzgebiet.

• Steinbruch Dens: Dieser Bereich soll zusätzlich in das Förderprogramm aufgenommen werden. Nach Angaben des Bürgermeisters sind das alle bekannten und dokumentierten Deponien in der Gemeinde. 

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