Optimistisch ins Weihnachtsgeschäft

Amazon Bad Hersfeld sucht Aushilfskräfte - Erste Flüchtlinge eingestellt 

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Bad Hersfeld/Eschwege. Das Online-Versandhaus Amazon ist zuversichtlich, auch in diesem Jahr genügend Saisonkräfte für das Weihnachtsgeschäft zu finden.

Insgesamt werden 1100 Aushilfskräfte gesucht. „Im Moment sieht es sehr positiv aus“, sagt Norbert Brandau, General Manager von Amazon in Bad Hersfeld.

Anders als in den Vorjahren rekrutiert Amazon seine Mitarbeiter diesmal nur aus der Region und setzt nicht mehr auf eigens angeworbene Hilfskräfte aus dem Ausland. Deshalb gebe es in diesem Jahr auch keine Probleme mit der Unterbringung. Amazon hat allerdings extra kostenlose Shuttlebusse für Mitarbeiter aus Eschwege und Thüringen eingerichtet.

Neuerdings beschäftigt Amazon auch Schüler und Studenten als Aushilfskräfte. Insgesamt arbeiten knapp 2600 Mitarbeiter in den beiden Logistikzentren am Eichhof und an der Amazonstraße, davon 99 Prozent mit unbefristeten Verträgen. Dazu kämen dann die 1100 Saisonkräfte.

Inzwischen arbeiten auch die ersten 15 Flüchtlinge bei dem Online-Kaufhaus. Weitere 25 sollten am Donnerstag eingestellt werden. Dabei kooperiert Amazon eng mit der Agentur für Arbeit. Den Flüchtlingen werden Dolmetscher zur Seite gestellt, die Englisch und Französisch sprechen. „Es gibt keine Schwierigkeiten mit den Flüchtlingen“, sagt Brandau. Allerdings müsse ein Unternehmen gut vorbereitet sein, denn naturgemäß gebe es von den Flüchtlingen vermehrt Fragen, beispielsweise zu Versicherungen oder Steuern.

Obwohl die Gewerkschaft Verdi im Weihnachtsgeschäft weitere Streiks angekündigt hat, erwartet Brandau keine Beeinträchtigungen des Liefergeschäfts. „Der Großteil der Belegschaft streikt nicht, deshalb halten wir unsere Kundenversprechen ein“, sagt Brandau. Das Unternehmen respektiere aber das Streikrecht der Mitarbeiter, und die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat sei gut.

Besichtigung bei Amazon

Die neuen Besucher-Führungen durch die Logistikzentren von Amazon sind ein voller Erfolg. Über 3500 Menschen haben seit Mitte des Jahres die Möglichkeit genutzt, sich die Arbeit beim Online-Kaufhaus in Bad Hersfeld, Graben bei Augsburg und Koblenz anzusehen, berichtet Stephan Eichenseher aus der Pressestelle des Unternehmens. Das Besucherprogramm ist Teil einer neuen Offenheit bei Amazon. Die Informationspolitik des Unternehmens war bislang eher zurückhaltend. In Bad Hersfeld seien die Besichtigungstermine bis Ende des Jahres komplett ausgebucht, sagt General Manager Norbert Brandau. Erst ab Januar gebe es freie Termine.

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