Scannen, packen, verladen

Amazon im Weihnachtsstress: 1100 zusätzliche Arbeitskräfte

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Viel zu tun: Janine Stange scannt ein Videospiel im Amazon-Logistikzentrum in Bad Hersfeld ein. Im Dezember wird die Arbeit wegen des Vorweihnachtsgeschäfts stressiger. Dann schnellen die Bestell-Zahlen des Online-Versandhauses in die Höhe.

Bad Hersfeld. Die Amazon-Mitarbeiter flitzen durch die Hallen. Sie schieben Wagen, verpacken Pakete, scannen Artikel elektronisch ein und verladen Kartons.

Und weil Weihnachten vor der Tür steht, kommen zu den 2600 Beschäftigten in Bad Hersfeld Anfang Dezember noch mal 1100 Saisonkräfte dazu.

Das und einiges mehr berichtete Norbert Brandau (Der Herr der Päckchen im Porträt), General-Manager des Logistikzentrums FRA3 in Bad Hersfeld, bei einem Medientag am Donnerstag. Anders als in den Vorjahren rekrutiert Amazon seine Mitarbeiter diesmal nur aus der Region und setzt nicht mehr auf eigens angeworbene Hilfskräfte aus dem Ausland. Vor allem aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg, dem Werra-Meißner-Kreis und angrenzenden thüringischen Orten kämen die helfenden Hände.

Unter den Saison-Arbeiten sind nun auch 50 Flüchtlinge. „Wir sind froh, dass wir die bürokratischen Hemmnisse schnell überwunden haben“, sagt Norbert Brandau. Insgesamt arbeiten Menschen aus 50 Nationen bei Amazon.

Bald ist also noch mehr los in den Hallen von FRA3 (Bekleidung und Schuhe), das so groß ist wie 17 Fußballfelder, und dem zweiten Hersfelder Logistikzentrum FRA1 (Elektronik, Bücher, CD). Schon jetzt versenden die Mitarbeiter durchschnittlich 80.000 Bestellungen pro Tag. Demnächst werden es 30 Prozent mehr sein.

„In der Vorweihnachtszeit herrscht Ausnahmezustand“, sagt General Manager Norbert Brandau. Überstunden seien angesagt. „Aber die machen die Mitarbeiter für die Zuschüsse gerne“, sagt Brandau. Ihre Aufgaben: Im ersten Arbeitsschritt scannen sie neue Ware, um diese danach auf Rollwagen, den sogenannten Carts, in die Regalreihen der mehrstöckigen „Picktower“ zu bringen. Dort liegen alle möglichen Artikel, von Kleidung über Schuhe bis hin zu Elektronik, Büchern und Spielzeug.

Nachdem die „Picker“ die bestellte Ware aus den riesigen Regalreihen gefischt haben, verpacken sie die Artikel. Zuvor müssen sie diese erneut scannen, damit das System automatisch eine geeignete Verpackung auswählt. Ist die Ware im Karton oder in der Tüte, wird das Klebeband dafür in passender Länge produziert und vom Mitarbeiter befestigt.

Im letzten Schritt wiegt eine Sortieranlage das Paket, druckt das Versandetikett auf und schickt es auf das richtige Laufband für die jeweilige Region. Schlussendlich liegt es nach der Zustellung vor der Haustür - und irgendwann unterm Weihnachtsbaum.

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