Banken als sicherer Platz für Wertsachen

Angst vor Einbrüchen: Schließfächer begehrt

Hersfeld-Rotenburg. Seit einigen Jahren steigt bundesweit die Zahl der Einbrüche. Die Angst, ausgeraubt zu werden, treibt offenbar immer mehr Menschen dazu, Wertsachen in Schließfächern bei Banken zu verstauen.

Eine Umfrage des „Handelsblatts“ unter den 25 größten Geschäftsbanken, Volksbanken und Sparkassen der Republik ergab, dass Schließfächer in den Kreditinstituten mittlerweile knapp werden. Eine verstärkte Nachfrage verzeichnet auch die Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg. „Wir reagieren darauf mit einer neuen, 24 Stunden zugänglichen Schließfachanlage in der Filiale am Rathaus in Bad Hersfeld“, erklärt der Leiter der Marketingabteilung, Alfons Retting.

Eine ähnliche Anlage gebe es bereits in Rotenburg. Gründe für diese Entwicklung sieht Retting im Sicherheitsbedürfnis im Hinblick auf Einbrüche oder Brände. Zudem setzten die Kunden verstärkt auf Gold als Wertanlage.

Eine permanente Nachfrage nach Schließfächern registriert auch der VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg. Einen außergewöhnlichen Anstieg habe es im vergangenen halben Jahr nicht gegeben, berichtet der Leiter der zentralen Vertriebsunterstützung, Ronald Englich. Mögliche Erklärung dafür sei, dass Schließfächer nur Kunden angeboten würden, die auch andere Geldgeschäfte über den Bankverein abwickeln.

Bereits seit etwa zwei bis drei Jahren sei der Trend einer verstärkten Nachfrage nach Schließfächern spürbar, berichtet Jörg Mohr, Bereichsleiter Markt bei der Raiffeisenbank Werratal-Landeck in Heringen. Neben Wertgegenständen würden darin von den Kunden auch schwierig nacherstellbare Unterlagen oder Dokumente wie Policen oder Verträge verstaut. In einem Teil der Geschäftsstellen seien bereits alle Fächer belegt, in anderen noch Kapazitäten verfügbar, berichtet Mohr.

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